Grünstadt Waldorfschule: Kleinkinder-Projekt kommt nicht voran

FRANKENTHAL. Die Freie Waldorfschule Frankenthal will seit 2012 ihre Kindertagesstätte um 20 Plätze für Kleinkinder erweitern. Doch mit dem Projekt geht es nicht voran. Der Grund sind Zuschussfragen, die nun vor dem Rechtsausschuss der Stadt diskutiert wurden. Während Frankenthal 50 Prozent der kommunalen Förderung übernehmen will, ist noch offen, ob sich die Kreise Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz sowie die Stadt Ludwigshafen an dem Projekt beteiligen, aus denen ebenfalls Kinder die Kita besuchen.
Der Waldorfschule läuft die Zeit davon. Eigentlich sollte im Spätsommer der Spatenstich für den Neubau erfolgen. Das Problem: Seit 1993 ist der Waldorf-Kindergarten Sterntaler provisorisch in den Kellerräumen des Schulgebäudes in der Julius-Bettinger-Straße untergebracht. 50 Kitaplätze gibt es derzeit in zwei Regelgruppen. Die vorhandenen Räume würden für die Schule benötigt, erläuterte der Geschäftsführer der Waldorfschule, Carsten Felgenhauer. Aufgrund der starken Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren sollen nun zwei Krippengruppen hinzukommen. Im April 2013 hat die Stadt Frankenthal überraschend beschlossen, zusätzlich zu einer der beiden Regelgruppen eine Krippengruppe in ihren Kita-Bedarfsplan aufzunehmen. Torsten Bach, im Rathaus Leiter des Bereichs Familie, Jugend und Soziales, bekräftigte am Montag die Absicht der Stadt, die Hälfte des kommunalen Zuschusses zu tragen. Demnach würde Frankenthal knapp 260.000 Euro beisteuern. Ob die andere Hälfte vom Rhein-Pfalz-Kreis, Kreis Bad Dürkheim und von der Stadt Ludwigshafen übernommen wird, ist weiter offen. Auch dort müssten die Kitagruppen erst in die Bedarfspläne aufgenommen werden. Felgenhauer verwies auf die Bedeutung der Kita für auswärtige Kinder: „Derzeit besuchen unsere Einrichtung etwa 15 Kinder aus Ludwigshafen, über zehn Kinder kommen aus den beiden Landkreisen.“ Eine Lösung, die dem Rechtsanwalt der Waldorfschule vorschwebt: Frankenthal als Sitz der Kita könnte die Summe für Ludwigshafen und die beiden Kreise vorstrecken und sich dann selbst von den „Kooperationspartnern“ zurückholen. An der Eröffnung des Neubaus zum Kindergartenjahr 2015/16 will die Waldorfschule jedenfalls festhalten. Über den Anwalt wolle man jetzt beim Land, den Landkreisen und der Stadt Ludwigshafen Druck machen. (gnk)