Grünstadt
Wachsendes Aldi-Lager: Warum Grünstadt der Verlierer ist
Kirchheim hat das schlau gelöst: Das Aldi-Logistikzentrum steht auf seiner Gemarkung, die Gewerbesteuer fließt und die Ortsgemeinde profitiert finanziell. Die ganzen Nachteile hat aber Grünstadt. Nicht nur, dass im Umkehrschluss Gewerbesteuer flöten geht, der große Klotz steht, wie auch das Metro-Lager, direkt vor der Haustür und versperrt den Blick auf die Stadt.
Skepsis aus Grünstadt berechtigt
Noch gravierender sind die Auswirkungen auf den Verkehr: Der Kreisverkehr an der A6, also die städtische Zufahrt, ist proppenvoll, genauso die Abzweigung ins Gewerbegebiet. Wenn Aldi jetzt auch noch sein Logistikzentrum verdoppelt, also sowohl räumlich als auch personell, spitzt sich die Lage zu. Die Kritik der Grünstadter Bauausschussmitglieder, dass da etwas passieren muss, ist also berechtigt und weitsichtig.
Wieso also nicht ernsthaft über eine zweite Autobahnausfahrt nachdenken? Das würde den gesamten Verkehr entzerren. Außerdem hätten auch Auto- und Lastwagenfahrer den Vorteil, leichter zum Autohof zu gelangen. Nicht zuletzt würde das die Akzeptanz der Grünstadter für das Logistikzentrum fördern – denn dass Arbeitsplätze entstehen und ein wichtiges Unternehmen in der Region bleibt, ist am Ende für alle Seiten gut.