Grünstadt Vor Tsunami gerettet

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Das Sumpfboot, das ich im Freinsheimer Spielzeugmuseum gefunden habe, wäre fast für immer verloren gegangen. Denn erst vor neun Jahren kam es von ganz weit her ins Freinsheimer Museum. Obwohl es in Deutschland vor fast hundert Jahren hergestellt wurde, hat ein Reisender es aus Asien mitgebracht. Es gehörte vorher einem alten Mann. Der stammte aus Deutschland, aber lebte schon seit langem auf der Insel Phi Phi vor der Küste Thailands.

Viele, viele Jahre zuvor hatte ihm sein Vater das Sumpfboot geschenkt. Und er hatte die ganze Zeit über gut darauf aufgepasst. Das Boot war schon sehr alt, es stammte aus dem Jahr 1920. Damals hatten die Brüder Bing in Nürnberg ganz besonderes Spielzeug gebaut, darunter auch viele Modelle aus Blech, die detailgetreu Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Autos, Flugzeuge und eben auch Schiffe, so wie dieses Sumpfboot, abbildeten.

Nun traf der alte Mann im Dezember 2004 einen Reisenden aus Deutschland, dem gab er das Sumpfboot mit. Hätte er das nicht getan, wäre es wahrscheinlich für immer im Meer versunken, denn am 26. Dezember 2004 überrollte eine riesige Flutwelle, ein Tsunami, die Küsten der Inseln und Länder am Indischen Ozean. Viele Menschen, die auf Phi Phi lebten, starben, wurden verletzt oder verloren alles, was sie besaßen. (bop)

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