Grünstadt VfR Grünstadt vergibt zu viele Chancen

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«MARIENBORN.»Beim TuS Marienborn unterlag Fußball-Landesligist VfR Grünstadt gestern mit 1:4 (0:3) und bleibt daher nach dem 17. Spieltag mit 18 Punkten und dem schlechten Torverhältnis von 27:51 auf dem 13. Tabellenplatz.

Das ist alles andere als beruhigend, denn auch der Viertletzte befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Die Rheinhessen, die bislang viermal gegen die Pfälzer antraten und mit drei Siegen und einem Unentschieden gegen den VfR eine „weiße Weste“ aufweisen, schafften durch diesen verdienten Erfolg den Sprung an die Tabellenspitze, da die Begegnung des bisherigen Tabellenführers Viktoria Herxheim beim SV Rülzheim den Witterungsverhältnissen zum Opfer fiel und abgesagt wurde. Keineswegs zufrieden war der neue VfR-Chefcoach Alexander Schott mit dem Spiel seiner Jungs vor der Pause. Der Coach musste leider kurzfristig auf die an Grippe erkrankten Stammakteure Florian Frank, Uwe Rebholz und David Gerner verzichten. Da zeigten die Gastgeber, beispielhaft von „Trainerfuchs“ Ali Cakici eingestellt, warum sie zu den Anwärtern für Meisterschaft und Aufstieg in die Verbandsliga Südwest gehören. Die Pfälzer schafften es in der ersten Halbzeit einfach nicht, die offensiven Gastgeber auf dem Kunstrasenfeld frühzeitig in deren Aktionen und Kombinationsspiel zu stören. So gingen die VfR-Youngsters nicht so wie gewohnt in die Zweikämpfe, ließen ihren Gegenspielern zu viel Raum. Das rächte sich natürlich, denn schließlich befand sich mit Andreas Klapper nicht nur der überragende Stürmer und beste Mann auf dem Feld in den Mainzer Reihen, sondern auch der derzeitige Goalgetter der Landesliga. Der 22-jährige Stürmer, der beim Oberligisten SV Gonsenheim Erfahrung sammelte, ließ sich auch von den „Bullen“ um Manndecker Jochen Gillmann nicht bremsen, erzielte zwei Tore und erhöhte damit sein Trefferkonto auf 20. So sorgte Klapper für die Führung (24.), die Joshua Klueber (26.) und Moritz Freisler (45.) auf ein beruhigendes 3:0-Pausenresultat ausbauten. Noch vor der Pause reagierte Schott, brachte für Nico Tschirschke Michael Bechtel (37.), zumal die Platzherren immer wieder über die rechte Seite gefährliche Angriffe vortrugen. In der Halbzeitpause musste der Traine r Schott einiges gesagt haben, denn nun kam eine ganz andere Grünstadter Elf auf den Platz und Bechtel gelang das 1:3 (54.). Als Nico Müller im Strafraum gelegt wurde, zeigte der Unparteiische Marc Menches aus Kaiserslautern sofort auf den Elfmeterpunkt (60.). Den rund 120 Zuschauern war bewusst: Wenn durch diesen Strafstoß den Gästen der 2:3-Anschlusstreffer gelingen sollte, wird es nochmals eng, die letzten 30 Minuten spannend. Dennis Lang – zuletzt hatte Müller beim Grünstadter 2:1-Sieg in Horchheim einen Strafstoß an die Latte gesetzt – besaß den Mut, lief an. Sein Schuss meisterte Marienborns Keeper Johannes David Melchior. Kurios: Nicht nur, dass der Strafstoß relativ schwach geschossen war, sondern dass sich der Schütze dabei auch noch eine Zerrung zuzog, die ihn zur Auswechslung zwei Minuten später zwang. Für ihn kam Tobias Haffke. „Sechser“ Alexander Simon wurde von dem in der Winterpause von der TSG Pfeddersheim wieder zu seinem Heimatklub zurückgekehrten Ricardo Oetken (72.) ersetzt. „Wir besaßen selbst nach dem verschossenen Strafstoß noch gute Möglichkeiten, benötigen aber einfach zu viele Chancen“, haderte Schott. Zum Schluss hatten diese auch ebenso die Platzherren, von denen Keeper Mischa Mayer zwei Hundertprozentige vereiteln konnte. Beim vierten Treffer für die Platzherren durch Klapper (77.) war er jedoch machtlos. Nach der 1:4-Niederlage sagte Schott: „Auf die Leistung meiner Elf nach der Pause lässt sich aufbauen, da waren wir drauf und dran, den Anschluss zum 2:3 zu schaffen. Vor der Pause waren wir einfach zu brav und zu harmlos und überließen den Platzherren das Spiel. Wir müssen gegen andere Gegner wie Marienborn unsere Punkte holen.“ So spielten sie VfR: Mayer - Leon Lampert, Lang, Gillmann, Czekalla - Simon (72. Oetken), Christopher Lampert - Tschirschke (37. Bechtel), Müller, Moncada - Fath.

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