Fußball
VfR Grünstadt II nach Sieg gegen Ludwigshafen im Kreispokalfinale
Eine klare Angelegenheit war überraschend das Halbfinalspiel um den Fußball-Kreispokal für den VfR Grünstadt II: Gegen die „Zweite“ von FC Arminia Ludwigshafen siegten die Leiningerland-Kicker vor 76 fröstelnden Besuchern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 2:0. Grünstadt war dabei in allen Belangen überlegen, kämpferisch und spielerisch gegen das klassenhöhere Team aus Rheingönheim klar besser.
Die Gäste unter Trainer Murat Celik sahen sich über die gesamte Spielzeit nicht in der Lage, den offensiv- und spielfreudigen Platzherren, von Coach Jens Benda glänzend eingestellt, Paroli zu bieten. Das „4-2-3-1“- System passte den Arminen überhaupt nicht. Vor allem in den ersten 30 Minuten spielten die Gastgeber wie entfesselt. Dem überragenden und nur schwer zu bändigenden Ali Durmaz gelangen beide Treffer (14., 30. Minute). Als nach einem abgewehrten Freistoß von Deniz Ali (24.) Baris Durmaz aus 16 Metern abzog, lenkte Arminen-Schlussmann Lars Malmberg mit einer Glanzparade den Ball um den Pfosten.
Alis Gewaltschuss an den Balken
Unmittelbar nach Wiederanpfiff scheiterten der lauffreudige Timo Siegmeier am gut reagierenden Gästekeeper (46.) und eine Minute danach Deniz Ali mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern am Querbalken. Pech für den VfR, Glück für die Gäste.
Die versuchten häufig über den schnellen Julian Kouemo oder Gil Cruz und Lucas Fichtner zum Torerfolg zu kommen. Doch da stand mit der Achse Christoph Mock, Marco Ruth, Heiko Busch und Dominik Tietz ein Bollwerk, das nichts anbrennen ließ. Wegen eines Fersensporns musste sogar der etatmäßige VfR-Manndecker Julian Mayer pausieren. Doch der 28-jährige Hüne wollte es nicht bei totaler Passivität belassen: So betätigte sich der Abwehrstratege als Platzkassierer und wanderte trotz seiner Beeinträchtigung mit der Geldkassette in der Hand und in Begleitung eines Arminen-Vertreters um den Kunstrasenplatz.
Kaum Arbeit für Yannick Kranz
Vor der Viererkette agierte als klassischer Sechser Steven Bechtel und neben ihm Ali. Youngster Julius Neu war im offensiven Zentrum kaum aufzuhalten und präsentierte immer wieder seine Gefährlichkeit. Auf alle Fälle besaßen die Gastgeber auch in der zweiten Hälfte klare Chancen zum höheren Sieg. Die Arminen kamen kaum gefährlich vor das Grünstadter Gehäuse. VfK-Keeper Yannick Kranz wurde wenig beschäftigt.
Die Gäste mussten die Überlegenheit des VfR Grünstadt neidlos anerkennen. So sprach Matthias Nothaft, der frühere Oberliga-Akteur spielte von 2002 bis 2004 beim VfR Grünstadt in der Verbandsliga, von einem hochverdienten Grünstadter Erfolg. Sein 22-jähriger Sohn Tim, in der Zweiten von Arminia Ludwigshafen eingesetzt, setzte an diesem Abend im Mittelfeld auch keine entscheidenden Akzente.
Im Finale gegen Maudach
VfR-Coach Benda sagte, seine Elf habe sehr diszipliniert agiert, dem Gegner kaum Platz gelassen und frühzeitig gepresst. „Unsere Taktik ging auf, meine Jungs hatten sich diesen Erfolg toll erarbeitet“, so der junge Trainer. Sein Gegenüber Celik sprach von einem verdienten Grünstadter Sieg, der schon alleine wegen der besseren Spielanlage der Gastgeber zustande gekommen sei. Celik: „Der VfR ist nicht umsonst souveräner Spitzenreiter und klarer Meisterschaftsfavorit in der B-Klasse.“ Das Semifinale leitete Christian Schuhmacher (Freinsheim) umsichtig. Im zweiten Halbfinale siegte A-Ligist SG Maudach mit 2:1 beim C-Klasse-Club FC Arabia Frankenthal. Somit trifft der VfR Grünstadt II im Kreispokalfinale am Donnerstag, 18. Mai, als B-Klasse-Team zum vierten Mal auf einen klassenhöheren Club, auf die SG Maudach (A-Klasse Rhein-Pfalz). Kreisspielleiter Klaus Rings sagte, der Ort fürs Finale stehe noch nicht fest.