Grünstadt Verein für weitere Angebote

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GRÜNSTADT. Die Stadtbücherei soll einen Freundeskreis bekommen. Nicht, dass die Grünstadter Bibliothek nicht schon viele begeisterte Nutzer hätte – es geht um die Gründung eines Fördervereins. Seit rund drei Monaten bereitet ein kleines Team um Büchereileiterin Renate Sobik-Rezmann die Vereinsgründung vor. Derzeit läuft die heiße Phase, am Dienstag soll der Verein in Grünstadt aus der Taufe gehoben werden. Mit Sobik-Rezmann sprach die RHEINPFALZ über die Gründung.

Die Bücherei ist eine Einrichtung, die von der Stadt finanziert wird. Warum brauchen Sie einen Förderverein?

Uns schwebt ein größeres Rahmen- und Kulturprogramm vor, das dazu beitragen soll, dass sich die Bücherei noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Wir wollen die Möglichkeit haben, mehr Veranstaltungen anzubieten, uns auch einmal bei Festen in der Stadt zu beteiligen. Auf diese Weise können wir als Verein auch Mittel sammeln, die für die Bücherei verwendet werden können. Heißt das, Sie wollen die Gelder des Fördervereins vorwiegend in Medien stecken? Genau das wollen wir nicht. Das ist nicht nötig, denn die Stadt finanziert die gute Ausstattung der Bücherei. Aus dieser Verantwortung soll der Förderverein die Kommune auch keinesfalls entlassen. Wir wollen keine Veränderungen an der Finanzierung der Bücherei erreichen, das wäre ein Negativeffekt. Es geht vielmehr darum, Veranstaltungen finanzieren zu können, mehr Lesungen anbieten zu können. Auch das eine oder andere Möbelstück, dessen Anschaffung wir mit dem normalen Budget nicht stemmen könnten, soll eventuell der Förderverein finanzieren können. Lesungen gibt es doch schon und auch ein breites Angebot für Kinder. Wo sollen Schwerpunkte liegen? Es fehlt am Angebot für ältere Mitbürger. Wir stellen uns vor, auch Vorleseangebote in den Seniorenheimen anzubieten. Dafür brauchen wir Helfer, die wir ebenfalls durch den Freundeskreis dauerhaft an uns binden wollen. Das Angebot kann im äußersten Fall sogar bis zur ehrenamtlichen Hausaufgabenbetreuung reichen. Das ist mit dem Büchereiteam bislang nicht zu leisten. Zurück zum Verein, wer wird denn die Gründungsversammlung leiten? Ich nehme mal an, dass das meine Aufgabe sein wird. Allerdings werde ich selbst als Büchereileiterin nicht den Vereinsvorsitz übernehmen. Die von uns ausgearbeitete Satzung sagt aus, dass ich kraft Amts eine Beisitzerposition im Vorstand übernehmen werde. Gibt es schon Vorschläge für die Besetzung des Vorstands? Das ist schwierig, denn letztlich wird gewählt, aber der Gründerkreis wird natürlich der Versammlung Vorschläge unterbreiten. Wir hatten eine effektive Vorbereitungszeit und glauben, die Gründung sowie die Anerkennung der Gemeinnützigkeit schnell bewältigen zu können. Positiv stimmt mich, dass wir mit unserem Vorstoß bei der Stadt auf offene Ohren gestoßen sind, Bürgermeister Klaus Wagner als Schirmherr die Gründung begleiten wird. Interview: Joerg Schifferstein INFO Die Gründung des Freundeskreises findet statt am Dienstag, 6. September, 19 Uhr, im Restaurant Geofabrik, Neugasse 3.

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