Leiningerland Verbandsgemeinde will Updates für ihre Sirenen

In der Verbandsgemeinde Leiningerland gibt es bereits 26 Sirenen. Fünf neue sollen hinzukommen.
In der Verbandsgemeinde Leiningerland gibt es bereits 26 Sirenen. Fünf neue sollen hinzukommen.

Eine „Ausleuchtung“ der Verbandsgemeinde Leiningerland hat ergeben, dass die gesamte Bevölkerung mit 21 modernen Sirenen ausreichend vor Gefahren gewarnt werden könnte.

Ermittelt hat das die Kreisverwaltung in ihrer Eigenschaft als übergeordnete Katastrophenschutzbehörde – und zwar, indem sie Geräte an idealen Standorten in allen Ortsgemeinden aufstellte und mit einem Computerprogramm prüfte, wo das Signal empfangen werden kann.

Ermittelt wurde auch, was es kosten würde, 21 neue Sirenen zu beschaffen: 346.500 Euro plus 4250 Euro im Jahr für Instandhaltung und Wartung. Ein Handlungsauftrag ergibt sich daraus nach Angaben der Verwaltung nicht. Vielmehr kann sich die Verbandsgemeinde laut eines Infobriefs aus dem Innenministerium von 2019 auch auf andere Warnmittel verlassen: zum Beispiel Apps wie Katwarn. So weit will die Verwaltung nicht gehen, allerdings ist auch keine Anschaffung von 21 neuen Sirenen vorgesehen. Stattdessen sollen die bereits vorhandenen 26 Sirenen, die anders als in anderen Kommunen nicht abgebaut wurden, ein Update erhalten. Damit könnten sie künftig alle erforderlichen Warntöne abspielen. Das kostet die VG 6000 Euro und ist vom Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag abgesegnet worden.

Um bisherige Lücken zu füllen, sollen fünf zusätzliche Sirenen für Höningen, Carlsberg/Hertlingshausen und Neuoffstein angeschafft werden. Da es dafür eine Förderung vom Land geben könnte – es hat 8 Millionen Euro zu just diesem Zweck bereitgestellt, von denen 200.000 Euro im Landkreis Bad Dürkheim verteilt werden können – soll aber zunächst ein entsprechender Antrag gestellt werden. Dazu wurde die VG-Verwaltung vom Ausschuss ermächtigt. Letzter Punkt auf der Liste: Die Anschaffung von zwei mobilen Sirenen, mit denen auch individuelle Durchsagen erfolgen können. Ob die wirklich benötigt werden, darüber wurde im Ausschuss debattiert, da auf vielen Feuerwehrfahrzeugen bereits Lautsprecher für Durchsagen installiert sind. Die Entscheidung wurde letztlich vertagt, mit der Option, sich eine solche mobile Anlage erst einmal vorführen zu lassen.

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