BAD DÜRKHEIM / GRÜNSTADT Verbandsgemeinde schafft Feldbetten an, die Stadt nicht

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Der Landkreis Bad Dürkheim hält 200 Feldbetten, 200 weitere Betten und zehn Pflegebetten für den Fall vor, dass Menschen bei einer Katastrophe nicht in ihrem Zuhause bleiben können. Das hat die Verwaltung auf Anfrage mitgeteilt.

Der Landkreis Bad Dürkheim hält 200 Feldbetten, 200 weitere Betten und zehn Pflegebetten für den Fall vor, dass Menschen bei einer Katastrophe nicht in ihrem Zuhause bleiben können. Das hat die Verwaltung auf Anfrage mitgeteilt. Die Verbandsgemeinden und Städte sind für „kleine Katastrophen“ wie kürzere Stromausfälle und die Daseinsvorsorge zuständig, darunter fällt unter anderem die Energie- und Wasserversorgung. Hinsichtlich der Daseinsvorsorge hat die Verbandsgemeinde Leiningerland nun entschieden, 320 Feldbetten zu kaufen. Die Stadt Grünstadt kommt dagegen zu dem Schluss, dass es für die Unterbringung ausreicht, wenn Matten in den Turnhallen sind.

Warum kommt es zu den unterschiedlichen Vorgehensweisen? Die VG verweist auf ein Schreiben der Aufsichtsbehörde, die von Städten, Gemeinden und Kreisen wissen will, wie sie auf eine Gasmangellage vorbereitet sind, und ob sie Wärmeinseln (für kurzzeitige Aufenthalte) und Evakuierungsräume (längerer Aufenthalt im Notfall) planen. Letztere sind definiert als „Räumlichkeiten mit Schlafmöglichkeiten (Feldbetten)“, in denen ein Prozent der Bevölkerung untergebracht werden kann. Die Verbandsgemeinde habe von der Aufsichtsdirektion die Aussage, dass es sich bei einer Gasmangellage nicht „primär“ um eine Katastrophe handele, sondern dass hier auch die Sicherstellung der Daseinsvorsorge berührt sei. Insofern sei die VG dabei durchaus mit im Boot. Feiner formuliert: „Dass eine Wahrnehmung der Aufgabe auf Ebene der VG (statt der Ortsgemeinden) sachgerecht und anzustreben ist.“ Die Stadt leitet aus dem Schreiben der Behörde hingegen nicht ab, dass sie Feldbetten kaufen müsse. Diese stünden lediglich in den Erläuterungen zu den Schlafmöglichkeiten in Klammern. Als Daseinsvorsorge bei einer Gasmangellage sei wichtig, dass die Leute sich aufwärmen könnten. Und mit den Matten in den Schulturnhallen gebe es Schlafmöglichkeiten, heißt es. Der Landkreis teilt mit, ihm sei daran gelegen, dass „keine doppelten Strukturen geschaffen werden“, und dass „jeder im Rahmen seiner Zuständigkeit die nötige Vorsorge“ treffe. Deswegen tauschten sich die Verwaltungsstäbe regelmäßig aus. In den Gesprächen zwischen Kreis und Kommunen „wurde nicht explizit die Anschaffung von Feldbetten thematisiert, aber die Unterbringung von Bürgern“, heißt es vom Kreis.

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