Battenberg
Verbandsgemeinde muss Löschwassertank installieren
Besteht irgendwo in der Verbandsgemeinde Leiningerland die Gefahr, dass der Druck im Leitungsnetz – dem gleichen, aus dem auch die Privathaushalte versorgt werden – bei der Entnahme von Löschwasser durch die Feuerwehr unter 1,5 bar sinkt, müssen zusätzliche Reservoirs geschaffen werden, um die Versorgung zu sichern. In Battenberg wurde der Teich an der Weed, der einst für den Zweck gedacht war, jedoch zugeschüttet. Es hieß, man brauche ihn nicht mehr. Daher muss nun ein Tank installiert werden. Die Frage ist nur: Wo?
Darüber hat der Ortsgemeinderat kürzlich beraten. Eine Untersuchung durch das Stuttgarter Fachbüro RBS Wave hatte ergeben, dass das Baugebiet Hinterhausen bei länger andauernden Löscheinsätzen einen Wasserbehälter benötigt. „Es soll ein Stahltank mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Litern in die Erde eingegraben werden“, informierte Beigeordneter Marko Flörchinger. Der Behälter sei rund 16 Meter lang, habe einen Durchmesser von knapp drei Metern und ein Leergewicht von circa 18.000 Kilogramm.
Verwaltung schlägt drei Standorte vor
Von der Verwaltung wurden drei Standorte vorgeschlagen: östlich des Friedhofs, südlich des Bolzplatzes und bei der Kneippanlage. Letzterer sei der geeignetste, analysierte Flörchinger. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr weiß er, worauf es ankommt. Allerdings sei dort nur Platz für einen kleineren Tank. Dieter Michel brachte den Grünschnittplatz ins Spiel: „Der ist groß genug und liegt hoch, sodass nichts nach oben gepumpt werden muss.“ Flörchinger meinte, dass die Entfernung von der kritischen Ortslage zu groß sei.
Auch die gemeindeeigene Fläche zwischen Wald- und Panoramastraße, die Beatrice Harten als weiteren Vorschlag einbrachte, sei zu weit weg. Die Bauabteilung der Verbandsgemeinde bestätigte diese Einschätzung auf Anfrage: Von dort seien es mehr als 300 Meter nach Hinterhausen. Nachdem auch über das Anpachten geeigneter Flächen debattiert worden war, vertagte der Rat diesen Tagesordnungspunkt.
Wegen der Baustelle muss es schnell gehen
Nach einer erneuten Ortsbegehung mit Vertretern der örtlichen Feuerwehr, der Ortsgemeinde und der Bauabteilung wird laut Verbandsgemeindeverwaltung „der Standort am Kneippbecken favorisiert“. Es sehe ganz danach aus, als seien dort zwei kleinere unterirdische Tanks möglich. Eine abschließende Prüfung mit Planung erfolge gerade über ein Ingenieurbüro. Sollte sich dabei herausstellen, dass an der Kneippanlage doch nur für einen Behälter Platz sei, werde der zweite an einem der Alternativstandorte errichtet.
Da die Kreisstraße 30, die einzige Zufahrt ins Burgdorf, ab Mai für viele Monate unter Vollsperrung ausgebaut wird, sollte die Löschwasserversorgung bis da hin gesichert sein. Die Verwaltung hält das aus derzeitiger Sicht für realistisch. Am nächsten Mittwoch kommt der Ortsgemeinderat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Nach erfolgtem Beschluss in dieser Angelegenheit werden eine Bodenuntersuchung beauftragt und die Zuwegung für die Feuerwehr final abgeklärt. Anschließend reicht die Verbandsgemeinde Leiningerland, die die Kosten für die Tanks trägt, einen Bauantrag ein.