Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandsgemeinde fragt: Welchen Radweg hätten Sie denn gerne?

Die Verbandsgemeinde erstellt ein Radwegekonzept – und will Input von den Bürgern.
Die Verbandsgemeinde erstellt ein Radwegekonzept – und will Input von den Bürgern.

Die Verbandsgemeinde Leiningerland will von den Bürgern wissen, zwischen welchen Ortschaften sie gerne einen Radweg haben würden. Und sie will mit 40 Bürgern über das geplante Radverkehrskonzept diskutieren.

Ein Ergebnis dürfte auch ohne eine Umfrage klar sein: Die Menschen in der Verbandsgemeinde und in Grünstadt warten seit Jahren auf einen Radweg, der Altleiningen mit Grünstadt verbindet. Nun soll mit einer Umfrage herausgefunden werden, welche weiteren Strecken auf der Wunschliste stehen und welche Stellen von Radfahrern als gefährlich erachtet werden. Deshalb startet die Verwaltung nun eine Online-Umfrage, bei der die Bürger ihre Streckenwünsche in eine Karte einzeichnen können. Wer das macht, wird erkennen: Möglichkeiten gibt es viele ... Man kann in der digitalen Karte munter seine Striche ziehen – und den gewünschten Radweg auch in Grünstadt oder weit außerhalb der VG starten und enden lassen. Ob das so sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Hintergrund des Ganzen ist, dass für die VG Leiningerland ein Radverkehrskonzept erarbeitet werden soll. Ziel ist es laut VG, dass mehr Leute Rad fahren – und zwar im Alltag und in der Freizeit. Zudem sollen die Verkehrssicherheit und die Verknüpfung zum öffentlichen Personennahverkehr gefördert werden. Die Teilnahme an der Umfrage ist online möglich über https://t1p.de/tr05s – die letzten Vorschläge werden am 10. März angenommen. Die Befragung ist rasch gemacht – man kann seine Wunsch-Trassen einzeichnen, nennen, wofür man das Rad benutzt (Schule, Arbeit, Freizeit ...) und wo man sich Abstellflächen wünschen würde und aufzeigen, wo man Problemstellen sieht.

Ende Februar ist zudem eine Bürgerversammlung geplant, bei der über das Projekt, den Ablauf und die Ziele informiert wird – Termin ist Montag, 21. Februar, 18 bis 21 Uhr. Dort sollen auch schon erste Ergebnisse der Umfrage vorgestellt und weitere Anregungen aufgenommen werden. 40 Menschen können teilnehmen – die Veranstaltung findet wegen der aktuellen Corona-Lage online über Microsoft Teams statt. Wer teilnehmen möchten, kann sich bis 18. Februar unter https://gstoo.de/Veranstaltung_RVK_VG_Leiningerland anmelden.

Gute Resonanz in Grünstadt

Die Stadtverwaltung Grünstadt hatte bereits im Dezember eine Online-Umfrage gestartet, um die Bürger in Sachen Radwegekonzept miteinzubeziehen. Die Verwaltung hatte die Bürger gebeten, Verbesserungsbedarf mitzuteilen. Es gab 158 Rückmeldungen – eine Anzahl, mit der Regina Meyer von der Stadtverwaltung durchaus zufrieden ist. Die Mehrheit der Hinweise – 65 an der Zahl– fällt dabei in die „Kategorie Verkehrsführung“. Hier nannten die Teilnehmer ungünstige Sichtverhältnisse sowie fehlende Radwege und Schutzstreifen oder verliehen dem Wunsch nach Fahrradstraßen Ausdruck. 27 Mal war die Oberfläche von Radwegen und Straßen Thema – und es wurde auf Pfützen, Löcher und Schotter hingewiesen, berichtet Meyer weiter. 19 Rückmeldungen gab es beim Thema Wegweisung (Radweg endet abrupt, Wegweiser fehlen, Einbahnstraßen für Räder öffnen), 18 Mal wurden Beschilderung, Markierung und (mangelnde) Beleuchtung der Radwege und der Unterführungen als Probleme identifiziert. Darüber hinaus gibt es 19 Rückmeldungen zu ganz verschiedenen Themen, darunter der Wunsch, dass die Fußgängerzone für den Radverkehr geöffnet werde oder dass eine sichere Überquerung der Eistalstraße zur Weinwanderhütte hin geschaffen werde.

Die Ideen der Bürger hat Meyer gesichtet und sie hat geprüft, ob sie verkehrsrechtlich umsetzbar sind. Die Firma Sweco, die das Radwegekonzept für die Stadt ausarbeitet, wird sie in den Endbericht einarbeiten. Das endgültige Radwegekonzept wird dem Stadtrat im März vorgelegt. Meyer berichtet, dass es viele Vorschläge gab, an Landesstraßen – wie der Kirchheimer Straße – Fahrradstreifen auszuweisen. Das Problem sei aber, dass diese Straßen oft nicht die nötige Breite für solche Radspuren aufwiesen.

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