Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Umweltfreundlicher Autofahren: Ein Vorschlag für Eisenberg

 Ladesäule mit Leih-Auto: Dieses Angebot macht ein Unternehmen der Stadt Eisenberg, die dafür aber bezahlen müsste.
Ladesäule mit Leih-Auto: Dieses Angebot macht ein Unternehmen der Stadt Eisenberg, die dafür aber bezahlen müsste.

Ökologisch nachhaltig soll auch auf dem flachen Land der Individualverkehr werden. So zumindest die Idee eines kommerziellen Anbieters für Car-Sharing, der E-Fahrzeuge zur gemeinschaftlichen Nutzung bereithält. Wie das in Eisenberg funktionieren soll.

Eine Mitarbeiterin der Deer GmbH aus Herrenberg bei Stuttgart hat das Car-Sharing-System jetzt dem Stadtrat erläutert. Ihre Firma betreibe in Baden-Württemberg 350 Ladestationen, die jeweils auch Standorte eines E-Fahrzeugs sind. An so einer Station kann sich dann ein per Smartphone-App registrierter Benutzer ein Auto ausleihen, um von A nach B zu kommen. Abgerechnet wird laut Unternehmen nur die tatsächlich gefahrene Zeit. Nach seiner Ankunft am gewünschten Ziel stellt der Nutzer das Fahrzeug dort an einer Ladesäule ab.

Für eine effektive Nutzung des umweltfreundlichen Mobilitätsangebots müsse ein recht dichtes Netz an Stationen existieren. Auf die Stadt kämen Kosten von 4000 Euro zu, unter der Voraussetzung, dass sich weitere Gemeinden diesem Angebot anschließen. Laut Stadtbürgermeister Peter Funck (FWG), der „Chancen sieht, wenn wir da einsteigen“, haben bereits Kirchheimbolanden und Göllheim Interesse signalisiert. Falls der Stadtrat den Beschluss fasst, mit dem werbenden Unternehmen einen Vertrag abzuschließen, würde eine Ladesäule eingerichtet, an der für Interessenten ein E-Auto stehen wird.

Ratsmitglieder skeptisch

Aber was tun, wenn dieses Fahrzeug gebraucht würde, aber zu dieser Zeit unterwegs ist?, fragte Erwin Knoth (FWG). Es könne durchaus ein paar Tage dauern, bis ein neues Auto bereitstehe, sagte die Mitarbeiterin. Jonny Scheifling (FWG) hakte nach: „Was macht ein Fahrer, wenn das Fahrzeug unterwegs wegen einer Panne streikt?“ Dann helfe eine Hotline weiter. Skeptisch äußerte sich Helmut Linke (SPD): Wo solle er das Fahrzeug in Kaiserslautern abgeben, wenn dort keine Station vorhanden sei?

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