Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TSV Ebertsheim A-Klasse-Spiel verliert gegen den SV Obersülzen

Im Abwehrkampf: Die Ebertsheimer in den blau-weißen Trikots hatten gegen den Ansturm der Obersülzer kein geeignetes Mittel.
Im Abwehrkampf: Die Ebertsheimer in den blau-weißen Trikots hatten gegen den Ansturm der Obersülzer kein geeignetes Mittel.

Da gab es nix zu holen für die Gastgeber. Die Fußballer des TSV Ebertsheim verloren zu Hause auf dem eigenen Rasenplatz vor 50 Zuschauern gegen den Tabellenführer der A-Klasse Rhein-Pfalz, Gruppe 2, SV Obersülzen, mit 0:6 (0:3).

Die Gelb-Schwarzen waren für den Tabellenvorletzten einfach eine Nummer zu groß. Und ausgerechnet ein ehemaliger TSV-Akteur drehte beim SVO ganz groß auf. Marc Brand spielte vor vier Jahren noch für den TSV Ebertsheim. Der 27-Jährige verbrachte auch beinahe seine ganze Jugendzeit bei den Ebertsheimern. Dann wechselte er 2017 zum SV Obersülzen. Ausgerechnet gegen seinen alten Verein hatte Brand seinen großen Auftritt. Ihm gelangen fünf Tore. „Nein, so viele Treffer in einem Aktivenspiel habe ich noch nie gemacht“, sagte der Spieler des Tages und entschuldigte sich zugleich bei den Ebertsheimern: „Dass ich das gerade gegen meinen alten Verein geschafft habe, tut mir jetzt schon leid.“

TSV bietet 30 Minuten Paroli

Eine knappe halbe Stunde hatte der TSV Ebertsheim, der vor und nach der Partie den vorletzten Tabellenrang in der A-Klasse Rhein-Pfalz, Gruppe 2, belegte, dem Ligaprimus Paroli geboten. „Wir mussten insgesamt sechs Stammspieler ersetzen, das ist natürlich schon eine Riesenhypothek, gerade gegen den Spitzenreiter“, sagte der Ebertsheimer Trainer Thorsten Schneider. Mit dem quasi letzten Aufgebot hielten die TSV-Akteure die Obersülzer zunächst in Schach. Doch dann gelang Brand nach einer schönen Einzelaktion die 1:0-Führung (28.) für den SVO. Danach war der Bann sozusagen gebrochen. Nach einer schönen Kombination erhöhte Brand nur vier Minuten nach dem Führungstor auf 2:0 (32.). Kurz vor der Pause legte Robin Gerber das 3:0 (42) nach. In der zweiten Hälfte trafen die Obersülzer nur noch auf wenig Gegenwehr. Die Brand-Festspiele gingen weiter. Mit einem lupenreinen Hattrick (48., 59., 75.) machte der SVO-Spieler den 6:0-Sieg quasi im Alleingang perfekt. „Ich hatte zuvor schon lange kein Tor mehr erzielt“, sagte Brand. Auch deshalb, weil Trainer Sascha Gerber den Akteur mit der Trikotnummer zuletzt in der Innenverteidigung aufstellte. „Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde. Mir macht jede Position Spaß“, erzählte Brand und betonte: „Derzeit läuft es bei uns einfach sehr gut. Das war aber schon in der letzten Spielzeit abzusehen, dass es in der Mannschaft eine gute Mischung gibt.“

Sechs Siege in Folge

Der SV Obersülzen hat bislang alle sechs Spiele gewonnen. „Wer hätte das gedacht, dass es so gut laufen würde? Ich nicht“, sagte Trainer Gerber, der betonte: „Eigentlich dachte ich, dass Ebertsheim gerade zu Hause doch mehr Gegenwehr zeigt. Aber klar. Sie hatten ja einige Spieler, die gefehlt haben. Wir haben nichts zugelassen, Marc hatte einen Schokoladentag, es freut mich für den Jungen aber richtig, dass er die fünf Kisten gemacht hat.“ Brand selbst betonte: „Das Erreichen der Aufstiegsrunde ist unser Ziel. Am Sonntag spielen wir zu Hause gegen die DJK Eppstein, das wird noch mal schwer. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Hürde nehmen.“ Der SVO liegt drei Punkte vor diesem ersten Verfolger DJK Eppstein. Am Sonntag ist also das Spitzenspiel.

Und der TSV Ebertsheim? „Unsere Personalsituation sollte sich bis kommenden Sonntag wieder bessern“, sagte Thorsten Schneider. Nächster Gegner der Ebertsheimer ist der MTSV Beindersheim, der in der Tabelle aktuell mit zehn Punkten Dritter ist. „Das ist wieder so eine Mannschaft, die oben mitspielt, da sind Punkte eher Bonus. Wir müssen gegen die Teams gewinnen, die mit uns da unten stehen“, sagte der TSV-Trainer.

Drei Punkte haben die Ebertsheimer bislang geholt. Der Drittletzte TuS Sausenheim und der Viertletzte TSG Eisenberg sind aber noch für den TSV in Schlagdistanz. Grund, niedergeschlagen zu sein, haben die Ebertsheimer also bislang noch nicht.

So spielten Sie

TSV Ebertsheim: Deubert – Flor, Steffen Franzreb, Jan Hummel, (84. Diehl) Filusch – Jens Hummel, Mayrer, Jotter, Schumacher (65. Dörr) – Patrick Franzreb, Schmahl;

SV Obersülzen: Beumeiter – Gerber (71. Demasi), Neumes, Aßmus, Limpert – Gütermann, Sachse, Steck, Weber (57. Cremers) – Berck, Brand. (80. Fürnkranz);

Tore: 1:0, 2:0 Brand (28. 32.), 3:0 Gerber (42.), 4:0, 5:0, 6:0 Brand (48., 59., 75.); Beste Spieler: Deubert - Brand;

Schiedsrichter: Becker;

Zuschauer: 50.

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