Leiningerland
Telefonbetrug: Warum die Polizei jetzt gerade im Raum Grünstadt warnt
Im Leiningerland lassen Betrüger möglicherweise gerade wieder reihenweise die Telefone klingeln, diese Warnung hat die für die Region zuständige Polizeiinspektion Grünstadt jetzt veröffentlicht. Anlass dafür: zwei Fälle, in denen Menschen die Anrufe falscher Bankmitarbeiter als kriminelle Masche durchschaut und sich daraufhin bei den Beamten gemeldet haben.
Was echte Bank-Personal niemals tut
Im dem einen Telefonat ging es demnach darum, dem Betroffenen die Zugangsdaten zu seinem Konto zu entlocken. Und im anderen wollte ein Täter jemanden unter einem Vorwand dazu bringen, Geld zu überweisen. Also stellen die Beamten wieder einmal eindringlich klar, dass echtes Bank-Personal Kunden bei Anrufen niemals nach PIN- und TAN-Codes fragen wird.
Dass der Inspektion nun zwei derartige Betrugsversuche gemeldet worden sind, könnte bloßer Zufall sein. Doch Erfahrung lässt die Ermittler eher befürchten, dass System dahintersteckt und eine Bande das Leiningerland ins Visier nimmt. Dabei erschließt sich auf den ersten Blick nicht unbedingt, warum sich Kriminelle bei dieser Masche auf eine einzelne Gegend konzentrieren sollten.
Der Unterschied zum Enkeltrick
Anders ist das, wenn falsche Polizisten Wertgegenstände angeblich vor Kriminellen in Sicherheit bringen wollen oder vermeintliche Verwandte mit viel Bargeld aus einer akuten Notlage gerettet werden müssen. Denn in diesen Fällen muss jemand die Beute bei den Opfern in Empfang nehmen. Angerufen werden daher nur Menschen in einer Region, in der solche Abholer gerade bereitstehen.
Bei der Falsche-Bankmitarbeiter-Masche hingegen können die Kriminellen ganz auf den für ihn besonders riskanten Auftritt eines Komplizen vor Ort verzichten: Ihnen reichen bereits die Konto-Zugangsdaten, die sie ihren Opfern am Telefon abluchsen. Eigentlich gibt es für sie demnach auch keinen Grund, sich bei ihren Anrufen jeweils auf eine bestimmte Region zu beschränken.
Mit Grünstadts Bankenwelt beschäftigt?
Allerdings ist davon auszugehen, dass sich Betrüger auf ihre Rolle vorbereiten – zum Beispiel, indem sie Informationen über die Kreditinstitute im Umfeld eines potenziellen Opfers sammeln. Und wenn sich Kriminelle so gerade mit der Bankenwelt im Raum Grünstadt beschäftigt haben, liegt es nahe, dass sie in dieser Region jetzt reihenweise Menschen anrufen.