Leiningerland / Eisenberg
Tag des offenen Denkmals: Welche Einrichtungen mitmachen
„Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ lautet das Motto des Tags des offenen Denkmals, der am Sonntag stattfindet. Welche historischen Gebäude im Leinigerland und in der Verbandsgemeinde Eisenberg laut Deutscher Stiftung Denkmalschutz ihre Pforten für Besucher öffnen.
Nicht nur große und imposante Denkmäler sollen laut Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) beim Tag des offenen Denkmals im Fokus stehen, sondern auch alltägliche Kulturdenkmäler, die nicht zuletzt im Kleinen Identität stifteten. Wahrzeichen beschrieben einzigartige Bauten, die als wiedererkennbare Sehenswürdigkeiten in Erinnerung blieben. Oftmals stünden sie für ein bestimmtes, bedeutendes historisches Ereignis oder prägten das Stadtbild weithin sichtbar. Verantwortlich für das bundesweit laufende Programm ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
St. Jakobskirche Altleiningen: Die kleine romanische Landkirche des 12. und 13. Jahrhunderts gehörte als Pfarrkirche ehemals zum benachbarten Augustiner-Chorherrenstift Höningen. Zu sehen ist die zum Teil mittelalterliche Ausstattung mit Resten der Ausmalung aus dem 14. und 15. Jahrhundert und die Altarpredella, die um 1500 entstand. Die Kirche besticht zudem durch ihre barocke Einrichtung mit ihrer bemalten Herrschaftsempore, auf der die Grafen von Leiningen-Westerburg Platz nahmen.
Mit Hilfe von Beschreibungen können die Besucher die Kirche selbst erkunden. Bei Fragen stehen aber auch Ansprechpersonen zur Verfügung. Um 17 Uhr endet der Tag mit einem Pfälzer Kirchenkabarett: „Zwei Bäuche für ein Halleluja“. Dabei nehmen Pfarrer Christopher Markutzik und Bezirkskantor Tobias Markutzik als „Insider“ die Kirche ins Visier. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Adresse: Höninger Hauptstraße, Altleiningen (Höningen). Öffnungszeiten: Sonntag, 11 bis 16.30 Uhr.
Römischer Vicus Eisenberg: Die römische Kleinstadt, die etwa von 19 vor Christus bis 455 nach Christus bestand, lag an der Fernstraße Worms-Metz. In dem Vicus wurde im ersten Jahrhundert Eisen produziert. Seit 1992 werden dort von der Landesarchäologie Grabungen durchgeführt. Bis 2018 wurde fast ein Hektar der römischen Siedlung untersucht und über 20 Gebäude wurden ausgegraben. 2006 wurde ein Schutzbau über dem besonders gut erhaltenen Haus mit der Nummer 13 errichtet.
An derzeit 15 Infotafeln mit QR-Codes kann man sich vor Ort über die Historie informieren. Der Vicus hat an beiden Tagen des Wochenendes Programm. Unter anderem wird gegrillt, in den römischen Backöfen frisches Brot gebacken und es werden Handwerksvorführungen gezeigt. Daneben werden Führungen übers Gelände angeboten. Adresse: An der Kreisstraße 73, Tiefenthaler Straße, Eisenberg. Öffnungszeiten: Samstag, 13 bis 19 Uhr und Sonntag, 10 bis 17 Uhr.
Ehemalige Synagoge Weisenheim am Berg: Zwar nicht im Leiningerland oder Eisenberg aber doch ganz in der Nähe steht dieser nachbarocke Bruchsteinbau von 1832 mit Rundbogenfenstern, Krüppelwalmdach, erhaltener hebräischer Portalinschrift, Tora-Nische und Frauenempore. Er ist typisch für pfälzische Dorfsynagogen. Nach der Gemeindeauflösung 1909 wurde das Gebäude versteigert. Es diente bis 1983 als Lager und Scheune, dann wurde es vom Förderkreis „Ehemalige Synagoge Weisenheim am Berg“ erworben und 1990 mit staatlicher Unterstützung restauriert. Heute beherbergt es ein Kulturzentrum. Adresse: Hauptstraße 28a, Weisenheim am Berg. Öffnungszeiten: Sonntag, 11 bis 16.30 Uhr. Führungen am Sonntag: 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr.
Protestantische Kirche Weisenheim am Berg: Das Gotteshaus wurde 1283 erstmals erwähnt. Sein Kirchenschiff wurde um 1200, der gotische Chor um 1300 erbaut. Bei einer Renovierung 1928 wurden alte Wandmalereien freigelegt, die in den Jahren 1965/68 und 2012/13 restauriert worden sind. Die im Kirchenschiff stammen aus dem frühen 14. Jahrhundert, die im Chor aus der Zeit von 1420 bis 1430. Nach der Reformation wurde die Westempore und nach 1726 der Kirchturm erbaut. Das Langhaus wurde 1726/28 mit Merkmalen des Barock versehen. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1992. Adresse: Kirchgasse 6, Weisenheim am Berg. Öffnungszeiten: Sonntag, 11.15 bis 16.30 Uhr. Führungen am Sonntag: 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr.
Zur Sache:
Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Programm sowie Werbemedien für die Veranstalter zur Verfügung. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Ziel ist es, die Denkmalpflege in Deutschland in den Fokus zu rücken. Ziel ist es, die Denkmalpflege in Deutschland in den Fokus zu rücken. Weitere Infos zum Programm gibt es auf dieser Webseite.