Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Obersülzen legt früh den Grundstein für den Sieg

Rasenplatz Al. Maudach, bFussball Kreispokalendspiel, DJK Eppstein - SV Obersülzen v.links: Benjamin Baumann und Paul Schröder (
Rasenplatz Al. Maudach, bFussball Kreispokalendspiel, DJK Eppstein - SV Obersülzen v.links: Benjamin Baumann und Paul Schröder (DJK), Timon Steck (SVO) .

Selten sind sich nach einem wichtigen Fußballspiel die Trainer bei deren Analyse so einig als Samstagabend nach dem Endspiel um den Fußball-Kreispokal Rhein-Pfalz zwischen DJK Sportfreunde Eppstein und dem Sportverein Obersülzen. Dass Obersülzen mit 2:0 gewann, bezeichneten sowohl der siegreiche SVO-Trainer Sascha Gerber als auch der unterlegene DJK-Coach Stephan Krön als gerecht.

Das Duell zwischen den beiden Mannschaften aus der A-Klasse Rhein-Pfalz, Gruppe 2, bildete einen würdigen Abschluss der Saison 2020/2021. Der Bedeutung der Partie zwischen Eppstein und Obersülzen entsprach auch der Austragungsort. Bei dem Naturrasenplatz des SC Alemannia Maudach handelt es sich zweifellos um einen der schönsten Sportplätze der Vorderpfalz, der technisch versierten Spielern beste Voraussetzungen bietet, um Fußballfans ihre Fertigkeiten zu demonstrieren.

Die Anzahl der erschienen Fans war das einzige, was der Trainer des SV Obersülzen, Sascha Gerber, nach dem Abpfiff kritisierte. „Ich hätte eine größere Zuschauerzahl erwartet“, sagte er zu dem etwas dürftigen Interesse am diesjährigen Pokalfinale.

SVO hat sehr engagiert losgelegt

Die Obersülzer begannen engagierter und nutzten auch bereits ihre erste Torchance, um den Grundstein für den Sieg zu legen. In der vierten Minute klärte zunächst der Eppsteiner Benjamin Baumann nach einem Schuss von Marc Brand auf der Torlinie, aber Robin Gerber traf per Nachschuss zum 1:0. Dieser frühe Führungstreffer gab den Obersülzern viel Sicherheit. Die Viererabwehrkette leistete sich keine Fehler, sodass Eppstein bis zur Pause zu keiner einzigen herausgespielten Torchance kam.

Die DJK Sportfreunde bekamen zwar drei Freistöße aus zentraler Position zugesprochen, aber Christopher Weiss schoss diese sämtlichst nicht nur über die gegnerische Mauer, sondern auch an die Latte des SVO-Tores. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, nannte der Eppsteiner Coach Stephan Krön als Hauptgrund für die Niederlage. Dass er mehrere Akteure ersetzen musste, wollte er als Entschuldigung nicht gelten lassen. „Selbst wenn ich nur elf Spieler mit einem Bein aufstellen gekonnt hätte, erwarte ich, dass in so einem Spiel jeder alles gibt“, stellte er klar. „Ich glaube, meine Mannschaft hat den Sieg zu etwa zehn Prozent mehr gewollt als deine“, meinte Sascha Gerber hierzu.

In der zweiten Halbzeit wird Partie interessanter

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde die bis dahin an Torszenen sehr arme Begegnung interessanter und Eppstein besser. Mit zwei Weitschüssen verfehlten Benjamin Baumann (47.) und Cem Tatar (53.) das Obersülzer Tor nur knapp. In der 57. Minute hatte dann Marc Brand die erste Chance des SVO, scheiterte aber freistehend an Eppsteins Torwart Ahmet Aksogan, der trotz der beiden Gegentore mit einem guten Stellungsspiel überzeugte und zu den besten Spielern seines Teams gehörte. Drei Minuten später verhinderte er zunächst erneut das 0:2, aber unmittelbar danach musste er mit ansehen, wie der Ball nach Dominik Bercks Nachsetzen doch zum zweiten Obersülzer Tor über die Linie kullerte.

Die Eppsteiner gaben sich danach nicht auf und schafften es auch, den SVO mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr in die Defensive zu drängen. Dies lag auch daran, dass Stephan Krön eine gravierende Umstellung vornahm und seinen mit Abstand besten Spieler Benjamin Baumann von der Viererabwehr-Kette in den Angriff beorderte.

Obersülzer wehren problemlos ab

Aufgrund zu vieler ungenauer Zuspiele machte sich sein Team aber selbst das Leben schwer, sodass die Obersülzer Abwehr problemlos verhinderte, dass es zu gefährlichen Aktionen kam. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer bot sich dem zwischenzeitlich eingewechselten Matej Carapina, dessen Schuss jedoch zum Eckball abgefälscht wurde (76.). Baumann versuchte es kurz vor Schluss noch mit einem Fallrückzieher (89.).

Allerdings war dieser ebenso zu hoch angesetzt als in der ersten Hälfte die Freistöße von Weiss. SVO-Schlussmann Joachim Beenken verbrachte insofern einen geruhsamen Nachmittag. Die Obersülzer konnten dadurch ihren Vorsprung problemlos über die Zeit retten und nahmen den Pokal völlig zu Recht mit nach Hause.

Der auch in der Landesliga eingesetzte Schiedsrichter Joachim Hilsberg zeigte zwar insgesamt sechs Gelbe Karten und wurde vor allem von Stephan Krön und den anderen Eppsteiner Offiziellen mehrfach stark kritisiert, allerdings waren sich die Trainer beider Teams letztendlich auch darin einig, dass es ein sehr faires Pokalendspiel gewesen sei und der Unparteiische die Niederlage der DJK nicht zu verantworten habe.

So spielten sie

DJK Sportfreunde Eppstein:

Aksogan – Baumann, Djaouchi, Thiel, Gass – Curschmann, Diehl, Tatar, Mannweiler – Koppenhöfer, Weiss

SV Obersülzen:

Beenken – Knickel, Steck, Gaschott, Aßmus – Brand, Florian Limpert, Sebastian Limpert, Berck – Gerber, Gütermann

Tore: 0:1 Gerner (4.), 0:2 Berck (60.);

Gelbe Karten: Tatar, Djaouchi, Baumann, Curschmann, Gass, Gerber;

Beste Spieler: Aksogan, Baumann – Brand, Gerber;

Zuschauer: 257;

Schiedsrichter: Hilsberg (Grünstadt)

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