Grünstadt
Stadtsportverband Grünstadt lädt zum Mitmachen in die Fußgängerzone ein
Kegeln in der Turnstraße, Handball zwischen Naturkostladen und Optiker, ein Segelflugzeug vor dem Modehaus Jost: Am Samstag, 12. Oktober, steht sportliche Bewegung in der Grünstadter Fußgängerzone im Fokus. Zum ersten Mal fordert der Stadtsportverband bei einem Erlebnistag „Sport vor Ort“ zum Mitmachen auf.
Dem vor Jahrzehnten, als Manfred Kippler noch Vorsitzender der TSG war, gegründeten Verband gehören zwölf Vereine an. Neun davon beteiligen sich an der Aktion, die von 10 bis 16 Uhr laufen wird. „Das ist eine tolle Quote“, findet Schriftführerin Nina Schneider. Noch vor fünf Jahren sei es undenkbar gewesen, dass beispielsweise der VfR Grünstadt und der TuS Sausenheim gemeinsam ein Fußballspielturnier auf dem Schillerplatz auf die Beine stellen, blickt sie zurück.
Positive Entwicklung durch Generationswechsel
Die positive Entwicklung sei zum einen der „New Generation“ zu verdanken, spielt Schneider darauf an, dass in vielen Vereinen heute jüngere Leute die Verantwortung übernommen haben. „Zum anderen hat ,Grünstadt verein(t)’ Impulse für die Stärkung der Zusammenarbeit gegeben“, erklärt sie. „Grünstadt verein(t)“ ist eine Aktionsreihe des Wirtschaftsforums und der Stadtverwaltung, die an den Erfolg von „Grünstadt Art – Kunst und Genuss in Grünstadt“ anknüpft. Dabei hatten sich über zwei Jahre immer wieder Kulturschaffende aus der Region mit ihren Werken in den Leerständen der Stadt vorgestellt. Daraus hat sich ein Netzwerk unter den Künstlern gebildet, das weiterhin Bestand hat.
Gemeinsame Aktionen beflügeln Austauch
Den gleichen Effekt hatte auch die Veranstaltung „Grünstadt tischt auf“, bei der sich die örtlichen Winzer mit ihren Produkten in drei Jahren in Folge auf dem Schillerplatz präsentierten. „Zuvor haben die Weinbauern nur selten über die Grenze ihres Betriebes geschaut“, erzählt der Geschäftsführer des Wirtschaftsforums, Ernst-Uwe Bernard. Durch „Grünstadt tischt auf“ sei der Austausch untereinander nachhaltig beflügelt worden.
So haben sich auch die an den Mitmachaktivitäten „Sport am Samstag“ beteiligten sieben Vereine gemeinsam in einem Flyer präsentiert. „Das hätte es früher nicht gegeben“, sagt Norbert Schott, seit knapp zwei Jahrzehnten Vorsitzender des Verbandes. Das Konkurrenzdenken habe solche Kooperationen verhindert. Vereinzelte Ansätze der Zusammenarbeit habe es jedoch gegeben, erinnert er sich an einen „Tag des Sports“ an der Grundschule Asselheim vor rund zehn Jahren.
Inzwischen, so Schneider, seien die Vorstände der Vereine zu der Erkenntnis gelangt, dass man gemeinsam mehr erreichen könne, „und der Stadtsportverband wird als Gemeinschaft wahrgenommen, an die sich auch externe Institutionen wenden, etwa um Menschen mit Behinderungen in die Vereine zu integrieren“.