Kleinkarlbach RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtgespräch schreibt Dorferneuerungskonzept fort

Das Dorfgemeinschaftshaus ist ein Pfund Kleinkarlbachs.
Das Dorfgemeinschaftshaus ist ein Pfund Kleinkarlbachs.

Wer soll das Dorferneuerungskonzept der Ortsgemeinde Kleinkarlbach fortschreiben? Diese Frage hatte der Rat am Dienstagabend zu klären. Zwei Büros präsentierten sich. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Vorgestellt haben sich zwei von drei Planungsbüros, die ihre Angebote bei der Verbandsgemeinde Leiningerland abgegeben hatten: eine Firma aus Rheinhessen, deren Offerte sich auf 9996 Euro belief, und das Kaiserslauterer Unternehmen Stadtgespräch, das für seine Leistungen 10.710 Euro haben möchte. Jeweils die Gründerinnen und Geschäftsführerinnen waren nach Kleinkarlbach gekommen und erläuterten sehr ausführlich und fachkompetent, wie das aus dem Jahr 2012 stammende Dorferneuerungskonzept aktualisiert wird. Diese Fortschreibung wird mit maximal 9000 Euro beziehungsweise 80 Prozent der Kosten vom Land bezuschusst.

Es geht um einen Leitfaden für die nachhaltige Ortsentwicklung, um die Lebensbedingungen der Landbevölkerung zu verbessern. Dabei werden unter anderem das ehrenamtliche Engagement, das innerörtliche Gemeinschaftsleben und die Identifikation mit dem Dorf erhöht. Das Konzept beinhaltet einen Maßnahmenkatalog mit Projekten, die zusammen mit den Bürgern während der – in Kleinkarlbach noch viele Monate laufenden – Dorfmoderation erarbeitet werden. Die eine Mitbewerberin erklärte: „Auch im Nachhinein können noch weitere Vorhaben, die sich erst im Lauf der Zeit ergeben, in das Konzept eingepflegt werden.“ Stadtplanerin Julia Kaiser betonte: „Wir sind fit in verschiedenen Förderprogrammen.“

Referenzobjekte aus der Nachbarschaft

Ziel des komplexen Prozesses ist es, einerseits die Stärken des Dorfes zu nutzen und herauszustellen, andererseits den Schwächen der Gemeinde positive Aspekte entgegenzustellen. Pfunde Kleinkarlbachs sind nach Kaisers Analyse etwa die Lage, das Ortsbild, die öffentlichen Einrichtungen, das rege Vereinsleben und der moderne Internetauftritt.

Beide Planerinnen hatten Beschreibungen verschiedener Referenzprojekte mitgebracht. Kaiser hatte Beispiele aus der unmittelbaren Nachbarschaft wie Bissersheim, Kirchheim und Dirmstein im Gepäck, was ihr Pluspunkte bei den Ratsmitgliedern sicherte. Auch die Bestätigung von Verwaltungsmitarbeiterin Silke Obenauer, dass die VG bislang gut mit Stadtgespräch zusammengearbeitet hat, gereichte ihr zum Vorteil.

„Dienstleistung aus einem Guss“

Hans Rogenwieser von der gleichnamigen Wählergruppe meinte: „Mich hat das Handout, das Frau Kaiser verteilt hat, überzeugt.“ Reinhold Niederhöfer (SPD) hob für die Firma Stadtgespräch positiv hervor, dass sie „die Dienstleistung aus einem Guss“ anbiete. Der Erste Beigeordnete Karl Wilhelmy (FWG) meinte, es sei sehr gut, dass die andere Mitgründerin des Kaiserslauterer Büros Architektin sei.

Zudem sei die Personalausstattung von Stadtgespräch vorteilhaft, waren sich die Mitglieder des Gremiums einig. Ebenso stimmten sie darin überein, dass beiden Frauen ihre Unternehmen sehr gut und fachkenntnisreich präsentiert hätten.

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