Grünstadt Sperrungen auf der L 520

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Vom 3. Juli bis zum 4. September wird die L 520 zwischen Kleinkarlbach und Kirchheim voll gesperrt, da der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Worms die Eckbachtalbrücke an die neue B 271 anbinden will. Die Umleitung soll über Sausenheim erfolgen. Darüber informierte Kleinkarlbachs Bürgermeister Rainer Gierth (FWG) am Samstag beim Jahresempfang der Ortsgemeinde im Dorfgemeinschaftshaus. Dabei kündigte er weitere Bauprojekte an.

So sei etwa ab Herbst die Hauptstraße zwischen den Einmündungen zur L 517 in Richtung Neuleiningen und in Richtung Bobenheim am Berg zu sanieren. „Die Beschwerden der Anwohner über Absenkungen in der Fahrbahn, in denen sich Regenwasser sammelt, das dann an die Hausfassaden spritzt, nehmen zu. Auch über Lärm und Erschütterungen aufgrund des schlechten Straßenzustandes“, so Gierth. Geplant sei eine Koordinierung der Arbeiten des LBM und der Verbandsgemeindewerke Grünstadt-Land, die die Wasserleitungen erneuern müssen. Vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses des Dorfparlaments werden parallel dazu die Gehwege in Ordnung gebracht. Eventuell werde dann auch ein weiterer Breitbandausbau in Angriff genommen. Da sich der Datenverkehr im Internet alle zwei Jahre verdoppelt, müsse das die Geschwindigkeit bremsende Kupferkabel von den Verteileranlagen zu den einzelnen Häusern durch Glasfaser ersetzt werden. „Damit wäre DSL mit Übertragungen von mehr als einem Gigabyte pro Sekunde möglich“, sagte Gierth. Die EU fordere sogar Netze mit fünf Gigabyte. Erstellt werde gerade ein Hochwasserschutzkonzept, dessen Umsetzung vom Land mit 90 Prozent gefördert wird. Spatenstich könnte im zweiten Quartal 2017 sein. Wohl erst 2018 starte der Bau des Regenrückhaltebeckens an der L 517. Ebenfalls frühestens 2018 sieht der Bürgermeister den Baubeginn des Radweges Leiningertal. Beschäftigen werde man sich mit der maroden Eisenbahnbrücke bei der Wellpappenfabrik, die vor Monaten gesperrt werden musste. Nicht geschlossen werde die Grundschule Burgenländchen in dem 907-Seelen-Dorf. Da die Klassenmesszahl von 28 auf 24 Kinder gesenkt wurde, habe man in Kirchheim Klassen teilen müssen, wodurch es zu einem Raumproblem gekommen sei, sagte der Ortschef. Da am Burgenländchen noch Kapazitäten frei waren, seien die beiden Grundschulen unter Leitung von Sandra Hanauer zusammengefasst worden. In den Erhalt der Infrastruktur habe die Ortsgemeinde in den vergangenen Jahren einiges investieren können, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten. Das sei aufgrund der konstant steigenden Einkommensteueranteile möglich gewesen. Schade sei nur, dass durch Vandalismus immer wieder Schäden verursacht würden. Das am 27. April aufgestellte Mobiliar in der für 63.500 Euro wieder aufgebauten Grillhütte sei bereits am 5. Mai an mehreren Stellen angekokelt gewesen. Bei der Gewerbesteuer blickte der Ortschef ebenfalls auf eine unschöne Entwicklung. Den Einnahmen von 254.000 Euro hätten Erstattungen an ehemalige Firmen in Höhe von 338.000 Euro gegenübergestanden. Wenig erfreulich sei auch der Abbau der Liquiditätsbestände von 1,6 Millionen Euro in 2010 auf 336.888 Euro Ende 2015. „Das liegt aber nicht daran, dass der Ortsgemeinderat das Geld zum Fenster rausschmeißt“, stellte VG-Bürgermeister Reinhold Niederhöfer (SPD) klar. Vielmehr sei in Berlin „hundsmiserables Gewerbesteuerrecht“ gemacht worden. Zur Fusion seiner Verbandsgemeinde mit der VG Hettenleidelheim zur VG Leiningerland am 1. Januar 2018 betonte er, dass es zwei Hauptziele gebe: Gemeinsamkeiten zu schaffen und Kosten zu reduzieren. Schon mit dem Start der neuen Verwaltungseinheit würden 700.000 Euro eingespart, die den Ortsgemeinden zugute kämen. |abf

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