Grünstadt „Sozialstaatliches Erbe der Eltern bewahren“
Zusammen mit Vorstandsmitglied Christoph Ehlscheid dankte Günter Hoetzl, Bevollmächtigter der Gewerkschaft IG Metall Ludwigshafen/Frankenthal, im Heinrich-Pesch-Haus 394 Mitgliedern, die der Gewerkschaft seit bis zu 70 Jahren die Treue halten.
„Gemeinsam haben wir für ein besseres Leben gestritten“, sagte Hoetzl. Gleich 14 Jubilare, darunter Rudolf Janovsky (Grünstadt) und Ottmar Hellwig aus Biedesheim, waren der Gewerkschaft 1946, ein Jahr nach der Neugründung, beigetreten. „Ihr gehört damit noch zur Gründungsgeneration“, dankte Ehlscheid. 19 Kollegen brachten es jeweils auf 60 Jahre bei den Metallern. Eine Zeit von härtester körperlicher Arbeit, überlangen Arbeitszeiten, miesen Löhnen und sehr niedrigen Sozialstandards. „Der 114 Tage dauernde Arbeitskampf im Winter 1956/57 war ein Meilenstein für den Sozialstaat“, erinnerte Ehlscheid. 66 Gewerkschafter sind seit 50 Jahren dabei, 123 bringen es auf 40 Jahre und 172 auf 25 Jahre. Arbeitnehmerrechte seien in kapitalistischen Gesellschaften nie ungefährdeter Besitzstand, sondern müssten immer wieder neu errungen und verteidigt werden, mahnte Ehlscheid. Und: „Die vordringlichste Aufgabe engagierter Gewerkschafter besteht darin, das sozialstaatliche Erbe unserer Väter und Mütter in der neuen Zeit zu bewahren.“ |env