Grünstadt Schulessen bald per Mausklick?

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Künftig könnte an den Grundschulen der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land das Bestellen und Abrechnen des Mittagessens per Internet geschehen, informierte der Vorsitzende Jürgen Schraut im Schulträgerausschuss. Eltern würden an ihrem privaten Computer auf die Speisepläne zugreifen, die der jeweilige Caterer ins Netz einstelle.

Sie könnten dann nur an jenen Tagen bestellen, an denen das Kind den Mittagstisch in Anspruch nehme, erklärte der Vorsitzende. Bedenken äußerte Gertraud Kirstein, Schulleiterin in Bockenheim. Sie befürchtet, dass eventuell kleinere Anbieter in diesem System kein Angebot machen könnten. Auch dürfe die Qualität des Essens nicht leiden, falls große Firmen den Auftrag bekämen. Mehrheitlich beschloss der Ausschuss, ein Web gestütztes Bestell- und Abrechnungssystem detailliert prüfen zu lassen. Das Ergebnis soll dann den Schulen und Elternbeiräten vorgestellt werden. Zu Beginn des neuen Schuljahres im August 2017 bilden die Grundschulen Kirchheim und Kleinkarlbach einen gemeinsamen Schulbezirk. Damit will die VG Grünstadt-Land die Räumlichkeiten besser nutzen können. Der Ausschuss diskutierte nun über die Verteilung der Klassen an den Standorten. Aus Platzgründen ist es nicht möglich, alle vier Klassenstufen an beiden Schulen zu unterrichten: In Kirchheim gäbe es zuviel, in Kleinkarlbach zu wenig Kinder (wir berichten zuletzt am 16. März ausführlich). Drei Varianten stellte Jürgen Schraut vor. Als zu teuer abgelehnt wurde das Aufstellen von Containern (rund 32.000 Euro). Ein weiterer Vorschlag fand keine Gegenliebe beim Elternbeirat. Einstimmig beschlossen wurde dann die Auslagerung der heutigen dritten Klasse – 2017 somit die vierte Klasse – von Kirchheim nach Kleinkarlbach. Dort werde es dann zwei vierte Klassen geben. Schulanfänger aus den Orten Kirchheim, Kleinkarlbach, Neuleiningen, Bissersheim und Battenberg werden im kommenden Schuljahr nur in Kirchheim aufgenommen. Es müsse als nächstes über die Beförderung der Schüler nachgedacht werden, so die Anregung aus dem Gremium. An fast allen Grundschulen in der VG wird die Anzahl der Kinder auch in den nächsten Jahren sinken. Das machte eine Grafik deutlich, die die Verwaltung vorbereitet hatte. Zurzeit besuchen 591 Kinder die Grundschulen in der VG. Schraut verwies darauf, dass die Grundschule Ebertsheim mit 13 Flüchtlingskindern die größte Anzahl an Asylsuchenden beschult. „Das liegt daran, dass in Ebertsheim viel Wohnraum geschaffen werden konnte“, so die Erklärung. Das Angebot „Betreuende Grundschule“ stößt mittlerweile an allen Schulen an sein Limit. Die Idee passe in die Zeit, sei gerade für Berufstätige wichtig, die auf eine Längerbetreuung angewiesen seien. Sollte die Nachfrage weiter steigen, müssten interessierte Eltern einen Nachweis bringen, dass sie berufstätig seien und somit Anspruch auf diese Sonderleistung hätten, erklärte VG-Mitarbeiter Hanns Gauch. |ail

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