Grünstadt Schrecksekunde zu Beginn

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EISENBERG. Sieg und Niederlage für die Faustballer der TSG Tiefenthal. Der Zweitligist beendete am Samstagabend vor 25 Zuschauern in Eisenberg seine Negativserie von zuletzt vier Pleiten in Folge mit einem 3:1-Erfolg über den TV Blickweiler. Anschließend musste sich die TSG aber dem TV Weisel klar mit 0:3 geschlagen geben. Spielertrainer Ricardo Happersberger zog sich gegen Blickweiler eine Bänderdehnung zu.

Im ersten Spiel in der Eisenberger Schulsporthalle gab es gleich eine Schrecksekunde. Bei einem Abwehrversuch kamen sich TSG-Coach Ricardo Happersberger und Hauptangreifer Christoph Happersberger in die Quere. Ersterer trat unglücklich auf den Fuß seines Bruders und knickte um. „Zuerst hatte ich gedacht, es ist schlimmer. Aber wahrscheinlich sind die Bänder nur gedehnt“, sagte Ricardo Happersberger, der dennoch Vorsicht walten ließ und sich auswechselte. Doch auch ohne den Spielertrainer auf dem Feld konnten die Tiefenthaler ihre jüngste Niederlagenserie stoppen. „Es war nicht alles Gold, was glänzte, aber der Hauptangreifer von Blickweiler ist eben in abgezockter Spieler, der einem das Leben ganz schön schwer machen kann“, sagte Ricardo Happersberger nach dem hart erkämpften 3:1-Erfolg gegen die Saarländer, die gegen den Abstieg kämpfen, dafür aber in der Eisenberger Schulsporthalle einen ganz passablen Eindruck hinterließen. Die TSG verlor – vielleicht noch durch den Ausfall vom eigenen Trainer geschockt – den ersten Satz mit 8:11. Doch dann kam Hauptangreifer Christoph Happersberger, der noch bis Freitag krankgeschrieben war und nicht trainieren konnte, immer besser ins Spiel. Christoph Wyrobek brachte als Zweitangreifer Unterstützung und die Abwehr um Julian Gaub, Tim Ohlrich und Nico Agrikola, der Ricardo Happersberger nach dessen Verletzung ersetzte, steigerte sich. Manuel Herzog, der Hauptangreifer der Saarländer, sorgte zwar immer wieder für einen Punkt, indem er die Tiefenthaler Defensive überraschte. Doch letztlich setzte sich das System der TSG dann doch durch. Mit 11:8, 11:9 und 11:7 entschieden die Tiefenthaler drei Sätze in Folge für sich und gewannen letztlich das Spiel mit 3:1. „So richtig bei 100 Prozent bin ich nicht“, erklärte Hauptangreifer Christoph Happersberger, der betonte: „Eine Magen-Darm-Grippe und Ellbogenverletzung haben mich die letzten Woche ganz schön gebeutelt.“ Doch er sei auf dem Weg der Besserung. Was sicher auch die Damen der Grünstadter Seniorengymnastik freuen dürfte. „Ich leite die Gymnastikstunde, und die netten Frauen lesen wirklich alle Berichte über uns“, schmunzelte der Angreifer. Über das zweite Spiel der Tiefenthaler am Samstag gibt es allerdings nichts Positives zu vermelden. Gegen den TV Weisel war die TSG-Truppe chancenlos. Das Team vom Mittelrhein wirkte trotz eines 3:2-Thriller zuvor gegen Blickweiler frischer und siegte überraschend deutlich mit 11:3, 11:4 und 12:10 gegen die Tiefenthaler, die durch die Niederlage auf den sechsten Tabellenplatz rutschte. Spielertrainer Ricardo Happersberger nahm es gelassen. „Bei uns sind alle eben privat unheimlich eingespannt. So wie es bislang lief, ist es schon in Ordnung. Wichtig ist vor allem, dass die jungen Akteure wie ein Nico Agrikola weiter gute Fortschritte machen. In der Ersten Bundesliga hätten wir momentan sowieso nichts verloren“, sagte der TSG-Coach. Mit Tim Hambel fehlte unterdessen ein anderer Youngster. „ Seine Mutter ist 50 Jahre alt geworden“, sagte Ricardo Happersberger. | rgb

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