Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Patrick Wolf verlässt Landesligist VfR Grünstadt

Patrick Wolf verlässt den VfR Grünstadt.
Patrick Wolf verlässt den VfR Grünstadt.

Frühzeitig vor dem Trainingsauftakt am 23. Januar ist beim Fußball-Landesligisten VfR Grünstadt die personelle Situation geklärt. Im Blick auf die Restsaison, die am Samstag, 25. Februar, mit einem Heimspiel beginnt, ist je ein Spielerabgang und -zugang zu verzeichnen.

Patrick Wolf, der 33-jährige Sohn von Proficoach Wolfgang Wolf, verlässt den VfR Grünstadt nach einem halben Jahr schon wieder und wechselt in der Winterpause zum abstiegsgefährdeten Verbandsligisten TuS 07 Steinbach. Steinbachs Trainer Christoph Heinrich informierte in der Donnersberger Rundschau der RHEINPFALZ, dass er mit dem Ex-Profi gute Gespräche geführt habe und Wolf eine Veränderung haben wollte. Heinrich: „Patrick wird uns stabilisieren. Er hat enorme Erfahrung und strahlt diese auch aus.“

Ein Wechsel zum Verbandsligisten im Donnersbergkreis sei der Wunsch von Patrick Wolf gewesen, meinten übereinstimmend Grünstadts Manager Michael Kussmann und Trainer Christian Rutz. Beim VfR habe Wolf nicht so wie erwartet eingeschlagen. So kam die Trennung nicht überraschend. Manager und Trainer erklärten, dass darüber hinaus kein Akteur den Landesligisten in der Winterpause verlassen werde.

„Original Grünstadter Bub“

Ligakonkurrent SVW Mainz soll sich dagegen mit den Oberligaspielern André Röll vom SV Gonsenheim auch Kevin Floßmann vom TSV Schott Mainz verstärkt haben. Die Weisenauer Elf liegt mit 23 Punkten gerade einen Zähler hinter dem VfR Grünstadt (19 Spiele, 9. Rang) auf Platz elf, hat allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto. Bis zu fünf Teams können in dieser Saison in die jeweiligen Bezirksligen absteigen.

Mit Oliver Ziese verpflichtete der VfR einen Grünstadter, der die Jugend überwiegend beim FV Freinsheim verbrachte und zuletzt als Offensivakteur die erste Mannschaft, die derzeit einen Mittelfeldrang in der Bezirksliga Vorderpfalz belegt, verstärkte. Der 20-jährige Außenbahnspieler, der in Grünstadt wohnt, ist allerdings für den VfR in dieser Saison wohl noch nicht spielberechtigt. Kussmann: „Es geht um die Höhe der Ablösesumme.“

Vereine müssten sich einigen

Wenn der FV Freinsheim das Angebot des Landesligisten nicht akzeptiere und den Akteur nicht freigebe, sei dieser für die Restsaison gesperrt, könne in keinem Pflichtspiel des Landesligisten eingesetzt werden. „Das würde Oliver hinnehmen, er könnte dann die Vorbereitungsspiele für den VfR bestreiten und wäre ab Beginn der neuen Saison im Juli für uns spielberechtigt“, so Kussmann.

VfR-Trainer Rutz, der mit Manager Kussmann schon jetzt Gespräche mit allen VfR-Akteuren führt und frühzeitig die Weichen für die neue Saison 2023/24 stellen möchte, ist überzeugt, den Klassenerhalt in der zweithöchsten Liga des Verbandes schaffen zu können. Er setzt weiterhin auf die Jugend, sieht in Oliver Ziese nicht nur einen „Original-Grünstadter Buben“, sondern ein großes Talent.

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