Grünstadt
„Pariser Leben!“: Grafiken und Malerei in Kleinniedesheim
Die im Auftreten exzentrische und schillernde Künstlerin Lou Albert-Lasard ist Dreh- und Angelpunkt einer neuen Ausstellung im Schloss Kleinniedesheim. In „Pariser Leben! Köpfe der Kunstszene der 1920er-/1930er-Jahre“ zeigt der Rhein-Pfalz-Kreis ab Sonntag, 21. Juli, ihre Grafiken und Malereien.
Wo sie im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in den Kunstzirkeln der europäischen Metropolen wie München, Berlin oder Paris auch auftauchte, stand sie im Mittelpunkt: Die Künstlerin Lou Albert-Lasard (1885-1969) war nicht nur als Malerin und Grafikerin bekannt. Auch als Muse bedeutender Künstlerkollegen wie Rainer Maria Rilke machte sie sich einen Namen. 1928 ließ sie sich in Paris nieder und wurde Teil der Künstlergemeinschaft des Montparnasse. In Grafik und Malerei hielt sie das Pariser Leben in den Vergnügungsetablissements und Szenelokalen fest und bannte die Konterfeis vieler Vertreter des pulsierenden Kunstbetriebs der französischen Hauptstadt in Zeichnung und Druckgrafik aufs Papier.
Anlässlich ihres 50. Todestags zeigt der Rhein-Pfalz-Kreis ihre Milieuschilderungen aus dem Pariser Künstlerleben ebenso wie ihre Porträts von beispielsweise Marc Chagall, Fernand Leger und Paul Valery. Eröffnet wird die Schau am Sonntag, 21. Juli, um 11 Uhr im Schloss Kleinniedesheim. Geöffnet ist die Schau anschließend bis einschließlich 4. August, immer sonntags von 13 bis 17 Uhr. |rhp/xla