Grünstadt Nils fragt : Was ist eigentlich eine Türkenoper?

Wer das Wort „Türkenoper“ hört, denkt bestimmt, dass es sich um eine Oper handelt, in der Türken mitspielen oder die in der Türkei aufgeführt wird. Stimmt nicht! Die Türkenoper war eine beliebte Art der Oper im 18. Jahrhundert. Sie wurde in Europa gehört. Man wollte damals die orientalische Stimmung auf der europäischen Bühne verbreiten. Das erreichte man, indem man Janitscharenmusik verwendete. Das war die Musik des osmanischen Militärs. Das Osmanische Reich war eine Verbindung von Staaten wie der Türkei, Persien und anderen östlichen Ländern und galt für die Europäer als verlockend und gefährlich. Bei der älteren Türkenoper stand ein Adliger, meist ein Sultan, im Mittelpunkt. Deshalb wurde sie auch „höfische Oper“ genannt. Später wurden auch bürgerliche Helden verwendet. Viele heutige Opern- und Theaterformen gehen auf die Türkenoper zurück. | Laura Fischer