Grünstadt „Nicht schlüssig durchdacht“

Die Gemeinde will das Parken in der Schillerstraße übersichtlicher gestalten.
Die Gemeinde will das Parken in der Schillerstraße übersichtlicher gestalten.

Anwohner der Schillerstraße in Bockenheim haben dem Gemeinderat und der Gemeindespitze ein Schreiben mit 14 Unterschriften zukommen lassen. In dem bringen sie Einwände und Verbesserungsvorschläge zu den geplanten Markierungen von elf Parkstellplätzen in der Straße vor. Die derzeitige Planung sei unakzeptabel, sagen sie.

Kritisiert wird, dass die Anwohner bei den Vorplanungen außen vor blieben. Das Schreiben sei postwendend an die Verbandsgemeinde (VG) Leiningerland weitergeleitet worden, sagte Ortsbürgermeister Kurt Janson (parteilos) in der Ratssitzung am Montag. Jetzt müsse die Stellungnahme der VG abgewartet werden. Wie berichtet, waren die Anwohner der Schillerstraße mit dem Beschluss des Gemeinderats im Februar mehr als unzufrieden. Damals hatte der Rat entschieden, entsprechend der Vorgaben des Ordnungsamts der VG in der Schillerstraße elf Parkmarkierungen aufbringen zu lassen. Dies, damit das Parken künftig übersichtlicher wird und Rettungsfahrzeuge besser durchkommen. Die Markierungen sind als Provisorium für ein Test-Jahr vorgesehen. Die Anwohner kritisieren nun in dem Schreiben, dass sie zu den Vorplanungen nicht gefragt und nicht informiert worden seien. Eine Bürgerversammlung habe es nicht gegeben. Die gesamte Anwohnerschaft mit zehn bis elf Parkbuchten zu „bestrafen“, sei konzeptionell nicht schlüssig durchdacht. Das Konzept führe nur zu einer Verschlimmerung der Situation. Die vom Ortsbürgermeister genannte Anzahl der in der Schillerstraße geparkten Autos – nämlich 22 – bei einer Begehung sei falsch. Tatsächlich seien es lediglich 14 Fahrzeuge gewesen. Die Anwohner schlagen stattdessen Zick-Zack-Linien als Parkverbot in diversen Bereichen vor und/oder eine Parkregelung, die das Parken auf lediglich einer Seite der Straße erlaubt. In Betracht gezogen werden könnte eventuell auch ein Tempolimit, um Rasern Einhalt zu gebieten. Ein weiterer Vorschlag der Anwohner: die Straße in eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung zum Leininger Ring umzuwandeln. „Ein Gemeinderat sollte im Sinne der Bürger handeln“, heißt es in dem Schreiben weiter. Was aber kaum möglich sei, wenn diese nicht einmal gefragt werden. Und: Die Anwohner seien nach wie vor zu Gesprächen bereit. In der Ratssitzung am Montag kritisierte Hans-Jürgen Jakoby (CDU), dass sich die Gemeindeverwaltung nicht umgehend mit dem Thema befasse, sondern dieses an die VG weiterleite. Jürgen Schumacher (SPD) schlug vor, im nächsten Bauausschuss zur Beratung wegen der Markierungen die Anwohner „mit dazuzunehmen“. Beigeordneter Wieland Benß (FWG) regte eine Begehung „vor Ort in der Schillerstraße“ und eine Besprechung mit den Anwohnern an. In der Einwohnerfragestunde hatte ein Anwohner die Problematik zuvor erläutert. Die Bürger würden sich freuen, wenn sie mit einbezogen werden und ihre Einwände Gehör fänden, sagte er.

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