Grünstadt Nicht ohne Ironie

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Ist das Kunst oder kann das weg? In Sachen Robert Schad war man sich da in Sausenheim letztlich einig: Kann weg. Beziehungsweise: Soll hier nicht hin. Wir erinnern uns: Eine geraume Zeit wurde in dem Grünstadter Ortsteil hitzig darüber diskutiert, ob denn nun eine Skulptur des international renommierten Stahlbildhauers einen lokalen Verkehrskreisel zieren sollte oder nicht. Vorgeschlagen hatten das Schad selbst und der Tiefenthaler Galerist Wolfgang Thomeczek, der beste Kontakte zu dem süddeutschen Künstler unterhält, dessen Skulpturen im öffentlichen Raum in Städten wie Moskau, Berlin, Mannheim und Kathmandu zu sehen sind. Schad und Thomeczek hatten damals auch schon eine konkrete Idee vorgelegt: die Skulptur „Der Sausenheimer“ (siehe Fotomontage). Das vorgesehene Stahlgebilde hatte aber nicht nur Fans und wurde unter anderem als „Schwangere Stricknadel“ oder „Sternentor mit Wurmloch“ verspottet. Es wurde deutlich, dass die Idee in Sausenheim keine Mehrheit fand. Schad und Thomeczek zogen ihren Vorschlag daraufhin zurück. Und so ist es natürlich nicht ohne Ironie, dass bei den Vorbereitungen zu der Robert-Schad-Ausstellung, die Wolfgang Thomeczek für Mitte Mai in seinem Tiefenthaler Kunstkabinett auf die Beine stellt, nun ein paar Grünstadter anpackten: die Kraftsportler des KSV. Die halfen Thomeczek, die schweren Stahl-Skulpturen von draußen nach drinnen zu tragen. Die Ironie ist auch Tiefenthals Ortsbürgermeister Edwin Gaub nicht verborgen geblieben: „Die Mannschaft des Jahres aus Grünstadt trägt den Robert Schad auf Händen. Die Grünstadter hätten ihn auch auf den eigenen Kreisel tragen können.“ Kultur regional

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