Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neujahrsempfang in Wattenheim: Brauer kündigt viele Projekte an

Hans-Joachim und Maike Moex werden von Bürgermeister Carsten Brauer (rechts) für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt
Hans-Joachim und Maike Moex werden von Bürgermeister Carsten Brauer (rechts) für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt. Foto: Benndorf

Mit flotter Musik der Geranien-Kombo und von DJ Hans-Robert Hoffmann sowie mit ebenso flotten Tänzen der Jugend des ATSV unter Leitung von Steffi Nagel ist der erste Neujahrsempfang der Gemeinde unter Bürgermeister Carsten Brauer (CDU) am Freitagabend umrahmt worden. Schwungvoll geht das Dorf ins neue Jahrzehnt, wie der Ortschef und sein Erster Beigeordneter Frank Häckel (CDU) ankündigten.

So soll einiges gebaut werden. „Wir kriegen kein Metro-Zentrallager, denn bei uns soll man beide Kirchtürme noch sehen“, sagte Brauer. Aber er stellte ein Gewerbegebiet in der Nähe des bald entstehenden Rewemarktes in Hettenleidelheim in Aussicht. Die Zufahrt solle gegenüber der Autobahnmeisterei geschaffen werden. Derzeit werde mit der Verbandsgemeinde Leiningerland die Entwässerung geplant, sagte er. Keinesfalls verzichten werde man auf das Neubaugebiet „Am Bild“, betonte der Bürgermeister vor dem Hintergrund, dass im Laufe des Jahres die Normenkontrollklage der Initiative „Pro Wattenheim“ vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz verhandelt werde. Notfalls werde die Gemeinde umplanen, so Brauer.

Krippe geplant

Bauliche Veränderungen werde es auch im Kindergarten geben, zum einen, weil er in die Jahre gekommen sei, zum anderen, weil nach dem rheinland-pfälzischen Kita-Zukunftsgesetz Eltern einen Anspruch auf eine siebenstündige Betreuung für ihren Nachwuchs hätten – inklusive Mittagessen. „Wir werden investieren müssen, auch für die Einrichtung einer Krippe für Einjährige“, sagte der Christdemokrat. Der Bedarf dafür sei da und steige mit dem Neubaugebiet. Die Erweiterung und Modernisierung der Kita werde die Ortsgemeinde in den nächsten Jahren beschäftigen.

Ebenso die Umgestaltung des Dorfplatzes, des „Bankenviertels“ sowie des Bereichs vor der Grundschule. Die Schule wird darüber hinaus für rund 100.000 Euro durch die Verbandsgemeinde saniert werden. „Währenddessen müssen Schüler und Lehrer für circa acht Wochen ausziehen“, erklärte Brauer, der unter anderem Räume in der Festhalle als mögliches Ausweichquartier nannte. Ausweichen müsse man auch wegen der nicht vermeidbaren Vollsperrung des Mühlweges während der Arbeiten am Wasserwerk, wie Häckel sagte, der auch die im Verkehrskonzept vorgesehenen Änderungen hinsichtlich Vorfahrtsregelungen und Parkplätzen erläuterte.

Gemeinsames Entrümpeln

Unbedingt in dieser Legislaturperiode angepackt werden soll die Instandsetzung des Hauses Fernekeß, versicherte Brauer und rief zum gemeinsamen Entrümpeln auf: am Samstag, 18. Januar, ab 8.30 Uhr. Auch für die Planung der 800-Jahr-Feier des Dorfes bat Brauer um tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung: „Jeder ist eingeladen, mitzumachen.“ Beim Höhepunkt des Jubiläums am 5. und 6. Juni 2021 können Vereine wie Privatleute „zeigen, was wir haben und was wir können“. Alle seien auch aufgerufen, sich am historischen Stabaus-Umzug zu beteiligen. Von den Feierlichkeiten verspricht sich Brauer einen „Schub für die Identifikation mit Wattenheim und die Dorfgemeinschaft“.

In dieselbe Richtung zielt auch die neue U-förmige Bestuhlung beim Neujahrsempfang („wir wollen uns näher kommen“) und die Idee, das Ehrenamt stärker als bisher zu würdigen. „Wir möchten eine Bürgergala einführen“, sagte er. Angedacht ist eine jährliche Veranstaltung mit Musik, Gelegenheit zu tanzen und professionellem Catering, die den „richtigen Rahmen für die Ehrung von freiwilligem Einsatz“ bietet. Die erste Gala wird voraussichtlich am 19. September stattfinden.

Bürgerpreis für Engagierte

„Es wird einen Bürgerpreis in verschiedenen Kategorien geben, für den besonders engagierte Wattenheimer vorgeschlagen werden können“, so Brauer. Er überreichte Präsente an die Familien Luy und Wichter sowie an Heike Klose für die Pflege von öffentlichem Grün, an Renate Steiner, die sich um das Heiligenhäuschen kümmert, und an die Eheleute Moex, die seit zwei Jahren unter dem Motto „Wattrumer für Wattrum“ Nachbarschaftshilfe organisieren.

x