Grünstadt Nachschub für Nervennahrung

Daniel Gerlach
Daniel Gerlach

«GRÜNSTADT.» Daniel Gerlach (30) ist ein fröhlicher Mensch. Er muss zwar am ersten Weihnachtsfeiertag arbeiten – hat aber kein Problem damit, wie er im Interview mit Kathrin Schnurrer erzählt. Gerlach ist seit sechs Jahren Stationsleiter der Shell-Tankstelle in der Kirchheimer Straße mit insgesamt fünf Mitarbeitern, die sich an Weihnachten mit den Diensten abwechseln. Er wohnt in Wendelsheim (Kreis Alzey-Worms).

Ist an Weihnachten viel los in der Tankstelle?

An Weihnachten brauchen die Leute alles. Wir haben hier kein Brot und keine Butter, dafür sind wir zu klein. Aber Nervennahrung ist gefragt! Nervennahrung wofür? Na, wenn die Verwandten stressen (lacht). Wir verkaufen dann viel Chips, Schokolade, Zigaretten, Getränke ... Wird auch viel getankt? Weniger, dafür ist der Shopumsatz an diesen Tagen hoch. Und die Kundenfrequenz ist über die Feiertage auch höher. Wie viele Kunden zählen Sie an normalen Tagen? 450 bis 500 Kunden, an Weihnachten mehr. Wie ist die Stimmung der Kunden an den Feiertagen? Die Leute sind in der Weihnachtszeit gestresster. Ich bin froh, dass jetzt wenigstens die Benzinpreise wieder runter sind. Aber es gibt auch gut gelaunte Kunden, die an Weihnachten kommen, das wollte ich noch sagen. Und wie ist Ihre Laune, wenn Sie am ersten Weihnachtsfeiertag zwischen 14 und 21 Uhr in der Tankstelle stehen? Mir macht die Arbeit Spaß. Ich komme nur strahlend lächelnd zur Arbeit. Es ist ein ganz normaler Arbeitstag für mich. Wir haben die Sieben-Tage-Woche und jeden Tag geöffnet, auch sonn- und feiertags, da gibt es kein besser oder schlechter bei den Arbeitstagen. Zur Sache 15 Prozent der Erwerbstätigen haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2016 an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Der Anteil steigt kontinuierlich an: 1996 hatte er noch bei 11 Prozent gelegen.

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