Altleiningen
Nach 25 Jahren Planungschaos in Altleiningen: So geht’s jetzt weiter
Durch die Schaffung von Neubaugebieten können Ortsgemeinden ihre Haushaltssituation wesentlich verbessern – kurzfristig durch den Verkauf der Grundstücke, langfristig durch Steuereinnahmen. Im April 2000, also vor mehr als 25 Jahren, hat Altleiningen den Bebauungsplan „Holzweg“ beschlossen – doch bis heute ist die Planung nicht beendet. Verzögerungen gab es vor allem wegen erwarteter Probleme mit der Entwässerung und aufgrund fehlender Ausgleichsflächen.
Inzwischen sind diese Fragen geklärt. Allerdings ist auch der 2016 beauftragte Erschließungsträger, die Pfalzwerke Infrastruktur GmbH, derweil abgesprungen. Das Unternehmen hatte das Büro BBP aus Kaiserslautern mit der Planung betraut. Der Entwurf sowie diverse Gutachten und Fachbeiträge wie beispielsweise die schalltechnische Untersuchung, Studien zu Natur- und Umweltbeeinträchtigungen und Straßenplanungen liegen vor. Bei der jüngsten Ratssitzung in Altleiningen sollte für die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens eine Entscheidung getroffen werden.
Firmen geben Angebote ab
Die Verbandsgemeinde Leiningerland hatte zu diesem Zweck drei fachlich qualifizierte Firmen um Abgabe von Angeboten gebeten. Die wirtschaftlichste Offerte kam von BBP für 38.005 Euro. Das zweitgünstigste Fachbüro will 41.160 Euro für die Leistung haben.
Robert Hatzenbühler (FWG) erkundigte sich, wie denn der Vertrag ausgestaltet sei. „Steht da ein Datum drin, bis wann die Planung fertiggestellt sein muss?“ Bürgermeister Benjamin Claus (FWG) berichtete, dass er das auch den Bauamtsleiter der VG, Dennis Zimmermann, gefragt habe. „Er sagte, das Verfahren sei Ende nächsten Jahres abgeschlossen.“ Hatzenbühler meinte kopfschüttelnd: „Das dauert mir zu lange.“
Suche nach neuen Erschließungsträgern
Beigeordneter Frank Dennhardt (FWG) äußerte die Vermutung, dass während des Planungsprozesses noch Behörden beteiligt werden und eine Offenlage erfolgen müsse. Elfriede Köhler (WG Köhler) wollte wissen, wie die Chancen stehen, einen neuen Erschließungsträger zu finden. Dennhardt versicherte, dass parallel danach Ausschau gehalten werde.
Claus ergänzte: „Aber wir werden erst mit der fertigen Planung einen Vertrag unterzeichnen. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, das Wiesengelände zu erschließen.“ Auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche westlich der L518 soll Platz für rund 80 Häuser entstehen. Einstimmig erteilte der Rat dem Büro BBP den Zuschlag für die Fortführung des Bebauungsplans, mit der Aufforderung, dass dieses Verfahren so zügig wie möglich abgeschlossen werden soll.