Grünstadt
Musikschule: Wofür noch Spenden gebraucht werden
Ohne die dauerhafte finanzielle Unterstützung der Stadt und der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land könnte die Musikschule nicht überleben. „Dafür sind wir auch unendlich dankbar“, betont Henner Kunz, der zweite Vorsitzende des Trägervereins der Musikschule Leiningerland. Trotzdem gibt es finanzielle Engpässe. „Erst kürzlich hatten wir einen Ausfall von rund 30.000 Euro, der durch die Tariferhöhungen begründet war“, erinnert er sich.
Man könne und wolle aber nicht einfach die Gebühren für die Unterrichtsstunden erhöhen, da dann die Gefahr bestünde, dass Kinder abspringen würden. „Wir legen Wert darauf, dass wir eine Musikschule für jedermann sind, Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten sollen die Möglichkeit haben, bei uns zu musizieren, der Weg in die Musikschule soll offen für alle sein“, betont er.
Marode Technik
Doch gerade durch den Umzug in den Leininger Oberhof werde aus verschiedenen Gründen mehr Geld benötigt. „Wir brauchen beispielsweise Unterrichtsmaterial, das auf dem neuesten Stand ist, auch einige neue Instrumente müssen angeschafft werden und Möbel für das Sekretariat und manche Unterrichtsräume“, fasst er zusammen.
Wie marode manch technische Ausrüstung sei, habe man zuletzt etwa beim Wochenmarktfest erkannt, als die Lautsprecher ausgefallen waren. „Auch bei den Mikrofonen müssen wir dringend aufrüsten“, betont Kunz. Um auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, sollten zudem möglichst zwei Smartboards für den digitalen Unterricht angeschafft werden, wofür schon LAN-Kabel im Oberhof verlegt worden seien.
Riesiger Nachholbedarf
Es sei auch schon über iPads für die Unterrichtsgestaltung nachgedacht worden – je nach Finanzlage, wäre das eine Option, um die Qualität des Unterrichts voranzubringen. „Vieles war im alten Gebäude ja gar nicht möglich, deshalb freuen wir uns besonders auf die neuen Räume“, sagt Richard Martin, der Leiter der Musikschule. Gerade in der Digitalisierung habe die Musikschule enormen Nachholbedarf.
„Wir wollen die Möglichkeit haben, uns gemeinsam mit unseren Schülern Videos auf YouTube zur Vorlage anzuschauen, das wird von den Schülern inzwischen tatsächlich auch erwartet und als selbstverständlich angesehen“, sagt Martin. Die Anschaffungen seien für das nächste halbe Jahr geplant und natürlich nicht alle auf einmal.
Hoffnung auf Firmenspenden
Da das alte Musikschulgebäude recht klein war, habe es dort nicht viele Möbel gegeben. Neue Schränke hat zum Beispiel der Gesangslehrer und gelernte Tischler Volker Gütermann zusammengebaut. „Wir machen viel in Eigenleistung, um Geld zu sparen“, erklärt Martin. Von eingehenden Spendengeldern soll lieber moderne Technik angeschafft werden. „Wir waren die ganze Zeit eher zurückhaltend, da der Umzug anstand, aber jetzt wollen wir unseren Unterricht endlich zeitgemäß gestalten können“, sagt er.
Durch den Spendomat, der einige Wochen vor der alten Musikschule stand, sind Elternspenden in Höhe von 1245 Euro zusammengekommen, der Förder- und Freundeskreis der Musikschule stellte 15.000 Euro für den Umzug zur Verfügung, die Stadtwerke Grünstadt und auch die Unternehmensberatung B+B aus Bad Dürkheim haben jeweils 2000 Euro gespendet.
Kleines Einweihungsfest geplant
„Gerade wegen unserer besonderen finanziellen Lage wenden wir uns mit unserem Spendenaufruf nun speziell an Firmen in Grünstadt und im Leiningerland“, so der Leiter der Musikschule, der noch ergänzt: „Helfen Sie mit bei unserem gemeinsamen Ziel, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Welt der Musik näherzubringen.“
Martin sagt: „Im Frühjahr 2024, wenn der Umzug, der sicherlich eine längere Geschichte wird, hinter uns liegt und wir uns gut im neuen Gebäude eingerichtet und eingelebt haben, wollen wir ein kleines Fest zur Einweihung machen.“
Noch Fragen?
Spendenkonto bei der Sparkasse Rhein-Haardt: IBAN DE89 5465 1240 0200 2519 16, Spendenzweck: „Musikschuleinrichtung für den Oberhof“. Im Netz: musikschule-leiningerland.de