Grünstadt Michelsberg ist der größte Posten

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Die Gemeinde ist schuldenfrei. Das geht aus der Haushaltsplanung 2019 und 2020 hervor, die am Dienstag im Gemeinderat vorgestellt worden ist. Ende 2018 wies der Kassenstand ein Plus von 619.714 Euro auf.

Der Gesamtübersicht Ergebnis- und Finanzhaushalt ist nach Erläuterungen von Stefanie Becker, Finanzfachfrau der Verbandsgemeinde Leiningerland, zu entnehmen, dass im Haushaltsjahr 2019 ein Finanzmittelüberschuss von 42.390 Euro und in 2020 ein Überschuss von 54.970 Euro entsteht. Der Ergebnishaushalt weist ein Plus von 4890 Euro in 2019 und 39.450 Euro in 2020 auf. Letzteres ist im Vergleich deshalb höher, „weil anstehende Zuschüsse erwartet werden“, erklärte Becker. An Umlagen werden gezahlt an die VG 30,44 Prozent (293.600 Euro 2019, 297.300 Euro 2020), 43,6 Prozent an den Landkreis (420.400 Euro 2019, 412.000 Euro 2020) und 8,06 Prozent Schulumlage (77.700 Euro 2019, 66.500 Euro 2020). Nach Abzug der Umlagen einschließlich der Gewerbesteuerumlage verbleiben der Gemeinde 161.000 Euro 2019 und 224.400 Euro 2020. Den größten Brocken an Auszahlungen für Investitionen machen mit geschätzten Kosten von 493.700 Euro (für 2019 und 2020) die geplante Gestaltung der neuen Dorfmitte „Michelsberg 2“ aus. Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde am Michelsberg ein leerstehendes Anwesen samt Grundstück zur Umnutzung für Gemeinde- und Vereinszwecke erworben. Hierfür sei eine Zuweisung aus der Dorferneuung von 147.900 beantragt, sagte Becker. 10.000 Euro sind als Ausgaben in diesem Jahr aufgeführt für neue Tische und Stühle für die Sport- und Freizeithalle, deren energetische Sanierung gerade fertiggestellt wurde. Für den Ausbau zweier Wirtschaftswege sind 2019/20 81.000 Euro veranschlagt. Genannt wurden Ottersheimer Weg (55.000 Euro) und Harxheimer Weg (26.000 Euro) mit einer für 2020 eingeplanten Landeszuweisung von 31.350 Euro. Der Rat beschloss den Haushaltplan 2019/20 einstimmig. Einer Bauvoranfrage für einen Wohnhausneubau mit drei Wohnungen in der Andingstraße 2 stimmten alle Ratsmitglieder zu. Für das gleiche Grundstück lag eine weitere Bauvoranfrage für den Neubau eines Doppelhauses mit Garagen und Stellplätzen vor. Angegeben wurde bei der Voranfrage, dass die Zufahrt von der Neugasse her erfolgen soll. Das löste im Dorfparlament wegen dem angrenzenden Kreuzungsbereich der Straßen Bedenken aus. Die Voranfrage wurde zurückgestellt. Mit dem Antragsteller soll die Situation besprochen werden. Wegen dem am südlichen Ortsrand geplanten Grünabfallplatz will Ortsbürgermeister Albrecht Wiegner (FWG) noch die Meinung der Anwohner einholen, bevor ein Bauantrag beim Kreis gestellt wird.

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