Bockenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mehrgenerationenplatz: Die Zeit drängt

Die aus der Dorfmoderation entstandene Idee eines Mehrgenerationenplatzes am See mit dem Haus der Deutschen Weinstraße muss jetz
Die aus der Dorfmoderation entstandene Idee eines Mehrgenerationenplatzes am See mit dem Haus der Deutschen Weinstraße muss jetzt sehr schnell umgesetzt werden.

Dringend in diesem Jahr noch Geld auszugeben – dazu rät Dennis Zimmermann. Der Leiter der Bauabteilung bei der Verbandsgemeinde Leiningerland erwartet in den nächsten Wochen die Teilbaugenehmigung für den Mehrgenerationenplatz am Bockenheimer See.

Diese Genehmigung betrifft den Teil des Geländes, der nicht als Ausgleichsfläche für das Baugebiet „Im Brübel“ vorgesehen ist.

Die ökologische Kompensation ist seit dem Inkrafttreten des B-Plans im Frühling 1993 noch nicht vollständig erfolgt, könnte aber eventuell auch an einem anderen Standort als an dem Weiher vorgenommen werden. Am dortigen Haus der Deutschen Weinstraße ist seit rund zehn Jahren ein Freizeitgelände geplant, das hohe Aufenthaltsqualität mit Freizeitspaß für Menschen aller Altersklassen bieten soll.

Förderung nur noch bei rund 50 Prozent

Am 15. Oktober 2018 war für das damals mit Gesamtkosten von 254.500 Euro kalkulierte Projekt eine 65-Prozent-Förderung in Höhe von 165.400 Euro bewilligt worden. Inzwischen sind die Kosten nach dem Entwurf des Ingenieurbüros SIA aus Alzey erheblich auf mehr als 330.000 Euro gestiegen und die Zuwendung somit auf weniger als 50 Prozent gesunken.

Die Frist für den Abruf der Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm wurde verlängert, ist aber jetzt endgültig abgelaufen und das Land wartet laut Zimmermann „ausnahmsweise“ noch bis Dezember 2024 ab. Es sei nun „zwingend zu gewährleisten“, dass bis Jahresende 2023 ein nennenswerter Teilbetrag von bis zu 100.000 Euro zumindest durch einen „Vorabruf“ gefordert werde, machte der Bauamtsleiter bei der jüngsten Ratssitzung die Dringlichkeit deutlich. Er riet dazu, die Ausschreibung der Lieferung von Spiel- und Trimm-Dich-Geräten zu beschließen. Im bisher genehmigten Etat stehen dafür noch 55.000 Euro zur Verfügung.

Beifall für den Bauamtsleiter

Die restlichen Leistungen für die Errichtung des Freizeitareals sollen nach dem Vorliegen der vollständigen Baugenehmigung ausgeschrieben werden. Einstimmig wurde diese Vorgehensweise gut geheißen. Torsten Griebel (FWG) dankte dem Bauamtsleiter ausdrücklich für sein großes Engagement bei diesem Projekt, das zu lange nicht vorwärts gegangen sei und nun wohl zu einem Abschluss kommen werde. Dafür gab es Beifall im Gremium.

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