Leiningerland Maue Beteiligung an Umfrage zum Thema Toursimus

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Weinwanderungen und Weinfeste, Burgen, Winzer und Vinotheken, knapp gefolgt von Wald, Weinstraße und Neuleiningen: Das sind die Highlights im Leiningerland, die die meisten auswärtige Gäste anlocken. So lautet das bisherige Ergebnis einer E-Mail-Befragung der Verbandsgemeinde. Dieses überrascht wenig, ist aber nicht repräsentativ.

Rund 200 touristisch aktive Unternehmer, von Weinbauern über Gastronomen bis hin zu Unterkunftsbetreibern wurden gebeten, einen Fragebogen zu beantworten. Die Resonanz war mau: Es gab nur 28 Rückmeldungen. Im Tourismus- und Wirtschaftsausschuss der VG Leiningerland sagte der Vorsitzende Hans Scherer (CDU): „Die Plattform für die Online-Umfrage ist leider bereits geschlossen. Ich bitte darum, sie wieder zu öffnen, damit sich noch einige Leute beteiligen können.“

Auch wenn die jetzt vorliegenden Resultate nicht repräsentativ seien, lasse sich eine Stimmenbündelung bei den touristischen Stärken feststellen. „Die Nennungen können wir unter dem Motto ,Worscht, Weck un Woi‘ zusammenfassen“, so Scherer. Er fragte, ob es gelingen könne, ein Alleinstellungsmerkmal für das Leiningerland herauszuarbeiten. Ansonsten wäre es wohl sinnvoll, sich der Dachmarke „Pfalz“ anzuschließen. Auch hinsichtlich der Schwächen gab es eine deutliche Tendenz unter den Befragten: Es fehle an spezifischer Werbung und an einem überregionalen Radwegenetz.

Stärkstes Pfund: Die Wanderwege

„Wir brauchen den Radweg Leiningertal, und wenn es noch so lange dauert“, sagte Stephan Schenk (SPD) dazu. Grundsätzlich sei es wichtig, die schon vorhandene Infrastruktur auf hohem Qualitätsniveau zu erhalten. Ein Alleinstellungsmerkmal zu definieren, hält Schenk für schwierig und sprach sich dafür aus, an die Dachmarke anzuknüpfen. „Die Frage ist doch, wie kommen Leute auf die Idee, in die Pfalz zu reisen und dann auch noch speziell ins Leiningerland?“ Touristikerin Cornelia Wetzel hat in den Sitzungsunterlagen vermerkt, dass es gelte, Kräfte zu bündeln, um sich gegen die großen Mitbewerber mit Labeln wie „Schwarzwald“, „Bodenseeregion“ oder „Allgäu“ zu behaupten.

Edwin Gaub (CDU) meinte: „Pfunden können wir vor allem mit unseren tollen Wanderwegen. Wir sollten bei der Werbung dafür die gastronomischen Betriebe einbinden, die in der Corona-Krise besonders gebeutelt wurden.“ FWG-Frau Ursula Knauber erkundigte sich, ob nicht auch E-Bike-Ladestationen hervorgehoben werden sollten. Davon gebe es bislang nur wenige, erklärte Büroleiter Jürgen Esser. Ladeinfrastruktur aufzubauen sei Teil des Radwegekonzeptes, das ja gerade erstellt worden sei.

Michael Gander (SPD) merkte an, dass es auf vielen Wanderwegen an (heilen) Sitzgelegenheiten mangele. Laut Scherer hat die Lebenshilfe Bad Dürkheim neue Ruhebänke angefertigt. „Vielleicht bekommen wir auch Klimabänke aus den Stämmen abgestorbener Bäume über das Leader-Programm gefördert“, so der Ausschussvorsitzende.

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