Grünstadt Masche um Masche

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Es wird gehäkelt, was die Wolle hergibt: Neue Trends mit alten Handarbeitstechniken lernten die Teilnehmerinnen bei einem Kreativabend des Obersülzer Landfrauenvereins im Dorfgemeinschaftshaus. Kursleiterin Andrea Jung zeigte unter anderem, wie tolle Wohnaccessoires gehäkelt werden können. Begeistert versuchten sich acht Frauen in verschiedenen Häkeltechniken. Die Ergebnisse, wie Armbänder oder Körbchen, konnten sich sehen lassen.

Masche, Masche, Luftmasche, Masche, einen springen, Masche, zwei springen: Schnell zeigen sich zwischen den flinken Fingern die ersten Häkelreihen. Interessiert tauschen sich die acht Landfrauen darüber aus, was sie Neues ausprobieren können. Denn Kursleiterin Andrea Jung vom Landfrauenverband Vorderpfalz hat nicht nur Verschiedenes an Material mitgebracht, sondern auch vielerlei Anschauungsobjekte, wie gehäkelte Taschen, Körbchen, Armbänder oder bunte Häkeleien um Vasen und Teelichthalter. Ausgestattet mit Nadel und Garn legen die Frauen schließlich los. Ein paar versuchen sich an einem Armband und lernen dabei eine Häkeltechnik aus dem 18. Jahrhundert. „Diese Technik nennt sich Broomstick Lace“, erklärt Andrea Jung. Bei diesem Verfahren wurde früher mit Hilfe der Besenstielspitze ein besonderes Muster gehäkelt. Die Maschen werden dafür über den Besenstiel geschoben und nach und nach wieder abgeholt und verhäkelt. Dadurch entsteht ein interessantes Lochmuster. „Heute verwendet man statt eines Besenstieles unter anderem dicke Kunststoffnadeln“, erklärt die Kursleiterin. Leise zählen die Landfrauen vor sich hin, während mit viel Spaß eine Reihe nach der nächsten gehäkelt wird. Hier und da zeigen sich schon bald die ersten Fortschritte, und die unterschiedlichen Häkeleien nehmen Gestalt an: so auch das Häkelnetz von Elke Schweizer, dass über ein Glas gestülpt wird. Das verwendete Zagetti-Garn hat sich Schweizer aus Stoffresten und alter Kleidung selbst zusammengeschnitten. Dieses könne aber auch in Bastelgeschäften erworben werden, meint Andrea Jung. „Meistens wird es aus recycelter Kleidung gemacht.“ Gehäkelt werden aber auch noch ein Körbchen, in dem man zum Beispiel Wolle aufbewahren kann, oder Schals und Kissen. Mittendrin versucht Andrea Jung nicht nur mit Tipps zu helfen, sondern greift auch mal selbst zur Häkelnadel und erklärt geduldig, wie die richtige Handhabung der Technik funktioniert. Jung betreut insgesamt 43 Ortsvereine des Landfrauenverbandes Vorderpfalz und ist als Kursleiterin für die Obersülzer Landfrauen keine Unbekannte. „Die Kurse sind immer sehr interessant, da Andrea Jung immer neue Bastelideen hat“, meint Ute Herrmann. „Der größte Anreiz ist, dass es etwas Neues ist“, erklärt Sabine Kutschke das Interesse der Landfrauen am Kreativabend. Außerdem biete sich auch die Möglichkeit, einen geselligen Abend zu verbringen und sich zu unterhalten. (jnl)

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