Grünstadt leininger nachlese:

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… wollen im nächsten Jahr für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis 209 – Speyer/Neustadt – gewinnen. Und gegen einen ebenso jungen Kandidaten der CDU antreten. Während aber Johannes Steiniger (29) bei den Christdemokraten vermutlich keinen Mitbewerber haben wird, müssen die Sozialdemokraten erst noch aus dem Trio Isabel Mackensen (29, Niederkirchen), Paul Barbig (21, Grünstadt) und Johannes Seither (34, Speyer) die richtige Kandidatin oder den richtigen Kandidaten finden. Weil alle drei außerhalb ihres direkten Umfelds eher unbeschriebene Blätter sind, setzten die beiden Unterbezirke Speyer und Neustadt auf ein transparentes Auswahlverfahren. In vier Basiskonferenzen in allen Regionen des weitläufigen Wahlkreises zwischen Haardt und Rhein konnten die Jungpolitiker für sich werben. Und die Besucher ihnen auf den Zahn fühlen. Wie der letzte Termin am Montag in Grünstadt mit etwa 120 Besuchern zeigte, war das kein Zuckerschlecken für die jungen Leute. Aber, das sei vorweggenommen, sie machten alle eine gute Figur. Sollte einer von ihnen den Weg nach Berlin schaffen, bleibt aber die Frage, wie weit sie ihren Überzeugungen treubleiben können. Ein Beispiel: Alle sind der Auffassung, dass die Türkei aktuell nicht in die EU gehört. Was aber ist, wenn die politische Großwetterlage dank der Flüchtlingswelle und des Islamischen Staats Präsident Recep Tayyip Erdogan in die Hände spielt? Andere Probleme sind dagegen keine. Denn die Frage, wie sich die Höhe der gesetzlichen Rente genau errechnet, muss man nicht wissen, selbst wenn man Bundestagsabgeordneter werden möchte. Falls nötig, kann man sich intensiv in das Thema einlesen. Und dass sie diese Fähigkeit besitzen, daran ließen Mackensen, Barbig und Seither keinen Zweifel. .... oder nicht – zwei Tage nach unserer „Leininger Nachlese“ über „kitzlige Angelegenheiten und brenzlige Situationen“ durch hineinragende Brennnesseln und Gräser auf dem Eistal-Radweg sind LBM-Mitarbeiter angerückt. Am Montag haben sie die störenden Pflanzen am Radweg so weit zurückgeschnitten, dass ein „kurzbehostes“ Radfahren wieder problemlos möglich ist. Zumindest rein theoretisch. Denn bislang erlaubt unser „Sommer“ ja kaum Sommerkleidung, Temperaturen und Regenpfützen verhindern weitgehend textilfreie Radler-Beine. In diesem Zusammenhang sei hier mal ein Dankeschön all jenen gesagt, die in Anbetracht der Wachstumsexplosion – oftmals über die normale Dienstzeit hinaus oder gar ehrenamtlich – Wege und Anlagen vom Unkraut befreien. Übrigens: Dieser Hinweis ist kein Zufall. Ist uns doch zu Ohren gekommen, dass der ein oder andere Berufskritiker extra „seinen“ Gemeindediener wegen störenden Löwenzahns in gemeindlichen Pflanzbeeten aufgesucht hat, um mit Nachdruck Abhilfe zu fordern. Offensichtlich war es dem Kritiker unmöglich, das Unkraut selbst auszurupfen. Denn schneller wär’s auf jeden Fall gewesen.

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