Eisenberg
Laufsport: Mit 87 Jahre ist Ruth Fuldner immer noch in Bewegung
Schon seit ihrer frühen Kindheit habe sie immer Sport getrieben, angefangen mit Radfahren, schwimmen und später Leichtathletik, sie sei erst mit 55 Jahren zum Distanzlaufen gekommen. „Als wir vor 31 Jahren von Ludwigshafen nach Steinborn zogen, fiel mir recht bald das Schild vom Lauftreff auf, dem ich mich dann angeschlossen habe und an dem ich bis heute gerne teilnehme“, erzählt die Rentnerin.
Zweimal wöchentlich wird Sport gemacht
Zweimal wöchentlich treffe sie sich mit Gleichgesinnten und laufe in ihrem Tempo eine gute Stunde durch Wald und Wiesen. „Früher kamen noch die Läufe am Wochenende dazu, viele Zehn-Kilometer-Läufe, Halb-Marathons und natürlich auch viele Marathon-Läufe, den ersten mit 66 Jahren“, erinnert sie sich. Oft habe sie die zweiten Plätze belegt, so beispielsweise 2005 in Davos, 2003 in Hamburg sowie in Köln und zweimal in Berlin.
4:50 Stunden in Berlin
Ruth Fuldner lief Marathon in Berlin in 4:50 Stunden. „Der Berlin-Marathon war schon etwas Besonderes. Wenn man da mit 25.000 anderen Läufern startet, das ist schon ein Wahnsinnsgefühl“, beschreibt sie. Nach vier Stunden und 50 Minuten sei sie damals im Ziel gewesen, obwohl sie sich am Anfang gedacht habe, dabei sein ist alles. In den vergangenen 30 Jahren habe sie Marathon-Läufe in der ganzen Pfalz abgeklappert, habe bei verschiedenen Stadtläufen mitgemacht und auch den Donnersberg-Marathon mehrmals absolviert. Schön sei, dass man bei verschiedenen Läufen immer wieder Bekannte und frühere Laufkameraden treffe. „Mein schönster Halbmarathon war immer der Stadtlauf in Mainz, der war schön eben, ebenso die Mittelrheinstreckenläufe – die waren auch toll“, schwärmt die Sportlerin. „Um mich fit zu halten, habe ich teilweise täglich trainiert, habe bis heute keinerlei Probleme mit meinen Gelenken – alles gut. Sport ist für mich die beste Medizin“, sagt sie lachend. Im Training beim Lauftreff sei der Altersunterschied zu ihren Laufkollegen teilweise bis zu 30 Jahren. „Ich laufe aber in meinem Tempo, lass mich nicht hetzen – ich muss mir nichts mehr beweisen“, sagt sie entschlossen. Von der Teilnahme an diesen Läufen hat sie inzwischen zwei große Ordner voll mit Urkunden, an der Wand hängen haufenweise Medaillen, und viele Pokale zieren ihren Wohnzimmerschrank.
Fuldner wandert auch gerne
„Wenn ich nicht laufe, wandere ich gerne mit Freunden, meist zweimal wöchentlich, gehe walken und habe schon 26 mal das Sportabzeichen gemacht“, zählt sie auf. Mit dem Hund ihrer Tochter gehe sie immer noch gerne spazieren, beispielsweise mal kurz zum Weiher in Sippersfeld und wieder zurück – das sind ja auch nur knappe 20 Kilometer.
Garten ist weiteres Hobby
Malkurse, Taizé und der Garten als weitere Hobbys„Als mein Mann noch lebte, haben wir gerne Bergtouren gemacht, beispielsweise die Watzmann-Überquerung und auch viele Touren zusammen mit dem Alpenverein“, erzählt die ehemalige Erzieherin. Zum Zeitvertreib habe sie vor kurzem einen Malkurs gemacht, sie gehe gerne zum Taizé-Singen und pflege ihr Haus und ihren Garten. Einen besonderen Wunsch habe sie allerdings noch. Die Steinbornerin Ruth Fuldner sagt nämlich: „Ich wünsche mir, dass ich wie meine Patentante gesund und fit 100 Jahre alt werde und wenige Tage später friedlich einschlafe.“