Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Land unter: Hochwasser in Eisenberg

Land unter am Eisbach.
Land unter am Eisbach.

Viel zu tun hatten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde am Donnerstag in den frühen Morgenstunden. Nach heftigen Regenfällen schwoll der Eisbach binnen weniger Stunden an und riss viel Gestrüpp, was rechts und links des Ufers war, mit sich. Dadurch kam es vor allem an den Brücken, die über den Bach gehen, zu erheblichen Problemen.

In der Hermann-Graf-Straße in Eisenberg beispielsweise, unterhalb der VG-Verwaltung, gab es eine solche Stelle. Hier trat binnen kurzer Zeit das Wasser auf etwa 100 Metern über das Ufer. Die in den Eisbachauen aufgestellten Stein– und Stahlfiguren bekamen dabei „nasse Füße“. Problematisch wurde das Hochwasser für einen Anlieger, der unmittelbar an der Brücke seine Hofeinfahrt hat. Glücklicherweise bemerkte er das anstauende Wasser rechtzeitig und konnte so seine Einfahrt mit bereit liegenden Sandsäcken sichern. Somit drang nur wenig Wasser in den tiefer gelegenen Hof ein. „Wir haben an dieser Einsatzstelle zahlreiche Fahrzeuge zusammengezogen, um ihre Pumpenleistung nutzen zu können“, sagte Michael Partsch, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde.

Rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Wehrleute pumpten Wasser, das aus Richtung Westen kam, über die Brücke und konnten dadurch den Wasserpegel an dieser Stelle regulieren. Kurz bevor die Wassermassen den höchsten Punkte der Sandsackbarriere erreichten, konnte das Wasser unter Kontrolle gebracht werden. Das Wasser auf der Brücke konnte indes mit dem neuen Schwimmsauger abgepumpt werden, den die Feuerwehr erst kürzlich bekommen hat.

Schwimmsauger im Einsatz

An zwei weiteren Gebäuden in Richtung Westen drang nach Angaben der Feuerwehr Wasser in die Kellerräume. Bei einem anderen Einsatz in der Eisenberger Ringstraße kurz nach 3 Uhr in der Nacht, war es genau so. An der Straße zwischen Clauserhof und Ripperterhof bei Ramsen fiel ein Baum aufgrund aufgeweichtem Boden in eine Telefonleitung.

Die heftigen Regenfälle setzten in der zweiten Nachthälfte ein und gingen auf das Eistal und die umliegenden Anhebungen nieder. Dadurch kamen innerhalb weniger Stunden so große Wassermassen runter, dass die Erde diese nicht aufnehmen konnten und den Abwasserkanal sowie den Eisbach mit Wasser strapazierten. Im Bereich des Walzwerkes unterhalb von Steinborn funktionierte die angrenzende Wiese als Polder.

Nachdem der Regen am Vormittag für wenige Stunden aussetzte, konnten auch größere Reinigungsarbeiten durchgeführt werden.

In der Mühlstraße in Ramsen beseitigten ein Radlader von einem Hang herabgespültes Erdreich und die Feuerwehr reinigte die Straße. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Eisenberg waren mit neun Fahrzeugen und 40 Feuerwehrleute rund acht Stunden im Einsatz.

Bei den Wasserwerken sorgte das Hochwasser indes offenbar für keine Probleme, wie die RHEINPFALZ gestern auf Nachfrage bei der Keep erfuhr.

Das Wasser wurde über die Brücke in der Hermann-Graf-Straße geleitet.
Das Wasser wurde über die Brücke in der Hermann-Graf-Straße geleitet.
Auch das eine oder andere Kunstwerk bekam nasse Füße.
Auch das eine oder andere Kunstwerk bekam nasse Füße.
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