Es gibt sie noch, die kommunal verantwortete Kultur in Eisenberg – doch davon, wie gut sie angenommen wird, hängt es vermutlich ab, ob es dabei bleibt. Die erste Gelegenheit für eine „Abstimmung mit den Füßen“ bietet sich in der neuen Saison am Samstag beim Gastspiel des lothringischen Liedermachers Marcel Adam, dem andernorts in der Pfalz die Tore eingerannt werden. Rund 300 Plätze sind im evangelischen Gemeindehaus zu füllen.
„Etwas schleppend“, verlaufe der Vorverkauf bislang für die drei bis Mitte Januar geplanten Veranstaltungen, berichtet Christopher Krill, der auch als privater Kulturmanager seine Erfahrungen in Eisenberg gemacht hat, inzwischen aber wieder in Vollzeit im Dienst der Verbandsgemeinde steht. Am ausgewählten Angebot kann das eigentlich nicht liegen, denn das setzt ganz auf musikalische Größen, die eine gewisse Popularität mitbringen und/oder in der Region schon gut eingeführt sind.
Den Auftakt macht dabei, wie gesagt, am Samstag, 18. November, Marcel Adam mit seinem Programm „Egoist“, das auf der gleichnamigen, in der Corona-Zeit entstandenen CD basiert. Die bietet „Lieblingslieder“, die der Musiker nach eigenen Angaben „jahrelang unter der Dusche“ gesungen hat, aber natürlich auch neue eigene Kompositionen. Doch auch Adams Klassiker werden bei dieser Show, die erklärtermaßen seine Abschiedstour einläuten soll, nicht zu kurz kommen. Die „Egoisten“-Band besteht dabei aus der „Fine Equipe“-Stammbesetzung Christian Conrad und Christian Di Fantauzzi sowie aus Oliver Abt und dem Sohn Yann Loup Adam.
Weiter geht es danach am 16. Dezember mit den „Drei jungen Tenören“, einer Formation, die ursprünglich 1997 gegründet wurde, um die Titelmelodie „Love is waiting“ für die TV-Sendung „Herzblatt“ einzusingen. Weil das Konzept, mit klassisch ausgebildeten Stimmen Pop und Klassik zu verschmelzen, prima ankam, blieb man zusammen und feierte einige Erfolge, an die auch die aktuelle Besetzung gerne anknüpft. Von den Ursprungssängern ist keiner mehr dabei, „Dienstältester“ ist heute Ilja Martin, der 2006 dazustieß. Das Programm, das von der Opernarie bis zum Elvis-Medley reicht, schreibt die 1997 begonnene Linie aber fort.
Den Saison-Abschluss macht im neuen Jahr dann am 13. Januar das Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt, dessen Auftritte schon eine lange Tradition im Kulturprogramm der Stadt Eisenberg haben. Der musikalische Reigen zur Begrüßung des neuen Jahres umfasst ein Repertoire aus Polka, Walzer und bekannten Operetten. Wie immer ist auch wieder eine Sopranistin mit dabei, die das Spiel des 34-köpfigen Orchesters mit gesanglichen Glanzlichtern bereichern soll. Ob und wie es danach mit dem Programm weitergeht, stehe noch nicht fest, sagt Christopher Krill. Das müssten die politischen Gremien entscheiden.
Noch Fragen?
Alle Veranstaltungen finden im evangelischen Gemeindehaus, Friedrich-Ebert-Straße 13, in Eisenberg statt und beginnen um 20 Uhr. Tickets im Servicebüro der Verbandsgemeinde Eisenberg oder auf www.reservix.de.