Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Kritik an Schulessensanbieter: So reagieren Kommunalpolitiker

Gekocht, runtergekühlt, aufgewärmt: Ab 2025 ändert sich das System fürs Schulessen in der VG Leiningerland.
Gekocht, runtergekühlt, aufgewärmt: Ab 2025 ändert sich das System fürs Schulessen in der VG Leiningerland.

Am System des neuen Schulessen-Lieferanten für die Grundschulen der Verbandsgemeinde Leiningerland gibt es Kritik. Nun sind diese Bedenken im Schulträgerausschuss angesprochen worden.

Nach dem Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Leiningerland hat sich nun auch der Schulträgerauschluss mit dem neuen Verpflegungskonzept für die Grundschulen der Verbandsgemeinde befasst. Das sieht vor, dass die Firma Viresca ab 2025 für die nächsten vier Jahre die Mahlzeiten für die Schüler bereitstellt und liefert – von Frankfurt aus, wo das Essen zubereitet und gekühlt wird.

Zuvor hatte eine Frau aus dem Schul-Umfeld Kritik an dem neuen Konzept geäußert. Zur Anwendung kommt nämlich die „Cook and Chill“-Methode: Nach dieser wird das Essen gegart und anschließend schnell abgekühlt, ehe ein Konvektomat die Mahlzeiten erhitzt. Die Sorge der Frau, die auch der Meinung ist, dass die Elternschaft sich gegen das Verfahren ausgesprochen hätte: zu viel Kunststoffmüll durch die mitgelieferten Plastikbehältnissen und mögliche Chemikalien im Essen, da die Mahlzeiten im Plastik erhitzt werden.

Auf eine einzelne Frage aus dem Gremium, ob es Bedenken aufgrund des Plastiks gebe, antwortete der Erste Beigeordnete Kay Kronemayer (FWG): Drei Schulen der VG würden das Verfahren bereits anwenden. Die Gerichte seien nicht einzeln verpackt, Aluschalen kämen nicht zum Einsatz. „Da haben wir keinerlei Bedenken“, sagte der Beigeordnete. Er betonte zudem, dass der Lieferant vom TÜV und vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung zertifiziert sei. Bezüglich der Müllentsorgung sorge dieser auch dafür, dass bei der Anlieferung vom neuem Essen Speisereste wieder mitgenommen werden.

Nicht nur die Mahlzeiten ändern sich: Mit dem neuen Vertrag und Verfahren steigt der Zeitaufwand für die Mitarbeiter, die das Essen ausgeben. Grund sei, dass die Speisen länger aufgewärmt werden müssen, so Anette Kaiser von der VG-Verwaltung. Das Erwärmen dauere etwa 30 bis 40 Minuten, sodass insgesamt an allen Standorten 30 Wochenstunden mehr benötigt würden. Auf die Frage, ob das sich auch auf die Höhe des Essensgelds niederschlage, gab Kaiser Entwarnung: Es bleibe bei einer Pauschale.

Die Verwaltung rechnet damit, dass die notwendigen Geräte für die Kühlung und Aufbereitungen der Mahlzeiten Mitte Dezember geliefert werden, sodass die Schüler nach den Weihnachtsferien erstmals mit dem Essen des neuen Anbieters versorgt werden.

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