Grünstadt Kosten steigen um 15 Prozent

Elf Gewerke für die Neugestaltung der Neuen Mitte in Tiefenthal hat der Gemeinderat am Dienstagabend vergeben: insgesamt Aufträge für 466.000 Euro, wobei wegen Formfehlern der an der Ausschreibung beteiligten Unternehmen der Auftrag für die Zimmererarbeiten zurückgestellt werden musste.
„Wir haben eine Kostenüberschreitung von rund 15 Prozent“, erläuterte Architekt Matthias Dichtl. Zuvor waren die Kosten für die elf Gewerke auf 422.000 Euro geschätzt worden. „Die Betriebe haben genügend Aufträge, ein Teil der angefragten Unternehmen hat sich gar nicht erst an den Ausschreibungen beteiligt“, so Dichtl. Größte Einzelposition sind die Landschaftsbauarbeiten für 126.500 Euro. Warum dieser Auftrag nicht mit dem für den Einbau von Gabionen (Metallkörbe, die mit Steinen befüllt und zu einer Mauer aufgeschichtet werden) kombiniert worden sei, wollte Till Weingart (SPD) wissen. „Wir sind zum einen an die Vergabe an den günstigsten Anbieter gebunden, zum anderen wäre eine gemeinsame Auftragsvergabe wohl teuerer geworden“, so Dichtl. Der Gemeinderat nahm die Kostensteigerung zwar kritisch zur Kenntnis, doch auf eine spätere Auftragsvergabe oder das Einholen weiterer Angebote wollte niemand drängen, da befürchtet wurde, dass es dann noch teurer werden könnte. Ziel müsse es jetzt sein, den Umbau der Neuen Mitte schnellstmöglich voran zu treiben. Wie es mit dem Sportgelände der TSG Tiefenthal weitergeht und welche Ausgleichsmaßnahmen nötig werden, wenn der Sportverein die Fläche hinter seiner Halle umgestaltet, wollte Ratsmitglied Joachim Agrikola (FWG) wissen. Von Bedeutung sei auch, welchen Aufwand die Gemeinde für die Ausgleichsfläche, die regelmäßig als Wiese neu eingesät und umgefräst werden müsse, betreiben muss und wer dafür die Kosten zu tragen habe, so Agrikola. „Derzeit liegt der Ball bei der TSG, die als nächsten Schritt jetzt erst einmal einen Bauantrag stellen muss“, erläuterte Bürgermeister Edwin Gaub (CDU). Seitens der Gemeinde seien alle Verfahrensschritte mittlerweile erledigt. Im Genehmigungsverfahren werde dann auch über die Ausgleichsfläche beraten.