Grünstadt Konzerte, Kabarett und Theater

Plakate sind aufgehängt und 2500 Programmhefte gedruckt. Rund 20.000 Haushalte erfahren über die Amtsblätter der Verbandsgemeinden Eisenberg, Göllheim und Grünstadt-Land, dass das Eisenberger Kulturprogramm 2015/16 mit elf Veranstaltungen im Evangelischen Gemeindehaus steht. Morgen beginnt der Kartenvorverkauf, wie Stadtbürgermeister Adolf Kauth und seine zuständige Mitarbeiterin Christel Fellenberger im RHEINPFALZ-Gespräch informierten.
Die neue Saison startet mit Marcel Adam, einem Comedyschreiber, Mundartdichter, Sänger und Komponisten. Der aus Lothringen stammende Künstler interpretiert deutsche und französische Chansonklassiker von Moustaki über Nena bis zu Piaf und Rühmann. „Passend dazu werden wir in der Pause französische Häppchen reichen“, kündigt Kauth an. Eine ähnliche Beigabe soll es zum Muttertagskonzert der Stuttgarter Saloniker geben, die im kommenden Mai „Wiener Kaffeehausmusik“ präsentieren werden: unter anderem Kompositionen von Walzerkönig Johann Strauß und Swing. Fellenberger verrät, dass dazu Kaffee und Sachertörtchen geplant sind. Und Kauth ergänzt: „Karten dafür wären auch ein gutes Geschenk für die Mama.“ Dabei sind solche Zusatzofferten eigentlich kaum nötig. Erstmals habe das Kulturprogramm, das es in dieser Form seit rund zehn Jahren gebe, mit einer schwarzen Null abgeschlossen, berichtet Kauth. 50.000 Euro Defizit seien es anfangs gewesen; noch 2013 habe die Stadt zirka 15.000 Euro zuschießen müssen. Das Konzept, gute Qualität zu einem angemessenen Preis zu bieten, sei aufgegangen. Bewährt hätten sich auch die Mischung und das Flexi-Abo, bei dem man aus acht Veranstaltungen fünf auswählen könne. Durchschnittlich 87 Prozent der 440 Plätze im Gemeindehaus sind während der abgelaufenen Saison belegt gewesen. Keine freien Stühle mehr gab es bei der Musicalshow „Best of Andrew Lloyd Webber“ und beim Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt. Letzteres sei inzwischen fester Bestandteil der Veranstaltungsreihe – mit beiderseitiger Zufriedenheit. Nur zwei Sitze blieben leer beim Weihnachtsauftritt der Jungen Tenöre. „Sie waren ein prima Ersatz für die Christmas-Moments-Show, die wir leider nicht mehr engagieren können, weil unsere Bühne für deren erweitertes technisches Equipment nicht mehr ausreicht“, so Kauth. 87 Prozent Belegung erreichte die Kabarettistin Lisa Fitz mit „Mut – vom Hasen zum Löwen“ und 85 Prozent Rainhard Fendrich mit „Besser wird’s nicht – unplugged“. Die schlechteste Auslastung wurde mit 56 Prozent bei Katja Ebsteins „Sister Class“ registriert, Auftakt des Programm 2014/15. „Es ist ein Phänomen, dass grundsätzlich die erste Veranstaltung am schwächsten besucht wird“, blickt Kauth achselzuckend auf bisherige Erfahrungswerte. Der Bürgermeister macht sich Hoffnung, dass Marcel Adam besser angenommen wird. Immerhin hätten allein schon etwa 160 Abonnenten den Entertainer gebucht. Fast alle hätten auch das Kabarett mit Sissi Perlinger im April 2016 ausgewählt – obwohl der Termin (Sonntag, 20 Uhr) nicht der glücklichste sei. Neu ist, dass diesmal auch vor Feiertagen nicht zurückgeschreckt wurde: Am zweiten Weihnachtstag wird das Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gezeigt. In größeren Städten sei das völlig normal, so Kauth. Fellenberger: „Erstmals kann man die Tickets jetzt auch online buchen.“ INFO Der Kartenvorverkauf für das Eisenberger Theaterprogramm 2015/16 beginnt morgen, Mittwoch: im Servicebüro der VG, Hauptstraße 86, Telefon 06351/407-444; online unter www.reservix.de und allen Reservix-Vorverkaufsstellen; beim RHEINPFALZ-Ticket-Service, Telefon 0631/3701-6618, Internet: www.rheinpfalz.de/ticketservice und bei allen RHEINPFALZ-Vorverkaufsstellen.