Grünstadt kommentar: Zeichen der Fußball-Zeit

Die Verantwortlichen der Vereine aus Ebertsheim und Bockenheim machen mit einer Spielgemeinschaft der aktiven Fußballer nichts anderes, als auf die Zeichen der Zeit zu reagieren. Einer Zeit mit anderer Freizeitgestaltung und geringeren Geburtenzahlen. Einer Zeit mit immer weniger werdenden Amateurfußballern in den kleinen Vereinen. Die Zeit, in der FC Quirnheim gegen TV Kindenheim oder TV Colgenstein gegen TuS Kleinkarlbach gekickt haben, sind vorbei. Aber auch „größere Namen“ hat’s getroffen: ATSV Wattenheim oder TuS Hertlingshausen. Der Mangel an Fußballern zwingt zu Spielgemeinschaften. Es ist Nostalgie, dass fast jedes Dorf eine Fußballmannschaft auf den (Hart-)Platz schickte. Besonderheit am aktuellen SG-Plan: In Bockenheim und Ebertsheim reagieren die Vereine früh auf die Zeichen der Zeit. Ohne A- und B-Jugend rücken in den nächsten – mindestens – fünf Jahren keine Kicker in den aktiven Kader auf. Es sei denn, die Clubs nehmen „Kleingeld“ in die Hand. Da dies aber für beide Vereine keine Option ist, bleibt nur die SG. Mit dieser Philosophie liegen die Klubs ganz nah beieinander. Und nicht nur da: Bockenheim und Ebertsheim sind ja inzwischen direkte „fußball-geographische“ Nachbarn. Fußball-Quirnheim und Fußball-Kindenheim sind in beide Klubs integriert. Und nicht nur die. Schade – aber so ist nun mal die Zeit.