Grünstadt Kommentar: Alle Achtung!

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Trotz vieler kritischer Fragen blieb es bei der Ratssitzung ruhig. Das lag nicht zuletzt am Sitzungsleiter Wolfgang Pahlke.

Das waren schon jede Menge unangenehme Fragen, die die Bürger in der Battenberger Ratssitzung stellten. Viel Sprengstoff enthält beispielsweise der Strafantrag von vier Ratsmitgliedern gegen Heike und Peter Bachsleitner, der dann auch noch in Kopie an die Kreisverwaltung und an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ging. Volksverhetzung!? Die kann jemandem vorgeworfen werden, der den öffentlichen Frieden stört, indem er zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen bestimmte Gruppen auffordert, oder die Menschenwürde anderer böswillig angreift. Und diese Anschuldigung geistert nun durch Behörden mit Hunderten Angestellten. Erfüllt das nicht den Tatbestand der üblen Nachrede und Verleumdung? Nicht nur über dieses, auch über andere Themen hätte die Diskussion in der Ratssitzung eskalieren können. Doch es blieb ruhig. Lag es daran, dass Beigeordneter Wolfgang Pahlke im Vorab-Interview um Mithilfe der einzelnen Dorfparlamentarier und der anwesenden Zuschauer gebeten hat? Liegt es an seinem Vertrauen darauf, dass sich sämtliche Battenberger – einschließlich der Ratsmitglieder – ein besseres Miteinander wünschen? Zumindest ist es Pahlke mit seiner besonnenen Art, seiner positiven Einstellung und seiner großen Sachorientierung gelungen, die Versammlung im ruhigen Fahrwasser zu halten und auch nicht ausufern zu lassen. Da wünscht man sich, dass der Winzer nicht nur noch die nächsten beiden Sitzungen leitet, sondern sämtliche bis zum Ende der Legislaturperiode. Und man kann tatsächlich hoffen: Da sich Pahlke als Wahlleiter für die Bürgermeisterwahl eingetragen hatte, jetzt aber ein anderer für dieses Amt bestimmt werden musste, weil ein Wahlleiter nicht selbst kandidieren darf... (abf)

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