Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Kleinsägmühlerhof: Entscheidung der Lebenshilfe entlarvt Politik

Führt Unterstützer durch den Kleinsägmühlerhof: der stellvertretende Betriebsleiter Matthias Danner.
Führt Unterstützer durch den Kleinsägmühlerhof: der stellvertretende Betriebsleiter Matthias Danner.

Die Lebenshilfe verzichtet bei ihrer Hof-Erweiterung auf staatliche Hilfe. Ihre Begründung dafür entlarvt leere Polit-Versprechen.

Seit langem platzt der Kleinsägmühlerhof aus allen Nähten. Gern würde man mehr Produkte herstellen und verkaufen, aber es fehlt Platz. Bewundernswert, wie sich die Angestellten geduldig mit Provisorien arrangieren. Für den Neubau von Bäckerei, Molkerei und Hofladen hat die Lebenshilfe Bad Dürkheim Rücklagen gebildet und um Spenden gebeten. Mit Mut und Optimismus wurde die Umsetzung mitten in der Pandemie angepackt und dann trotz Krieg und Inflation fortgeführt. Hut ab! Toll ist auch die enorme Solidarität, die in den aktuell herausfordernden Zeiten kaum zu erwarten war. Gemeinsam wird Großartiges geschaffen. Und wo ist die Beteiligung des Staates?

Diese fehlt, denn er hat durch aufgeblähte Bürokratie dafür gesorgt, dass lieber darauf verzichtet wird. Der Betriebsleiter Richard Danner sagt: „Das Antragsverfahren kostet extrem viel Zeit, beinhaltet jede Menge Auflagen, ist sehr aufwendig und praxisfremd.“ Ohne Einmischung der öffentlichen Hand „können wir deutlich günstiger, schneller, flexibler und bedarfsgerechter bauen“. Traurig. Wann wird endlich das vollmundige Versprechen der Politiker wahr gemacht und die Bürokratie abgebaut?

Mehr zum Thema
x