Kindenheim
Kita-Anbau: Wie das Vorhaben beschleunigt werden soll
Mit dem aktuell wichtigsten Projekt in Kindenheim ist die Ortsgemeinde kürzlich wieder ein Schrittchen weiter gekommen. Um den dringend erforderlichen Anbau an die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt voranzubringen, wurde dem ortsansässigen Ingenieurbüro bessai.klapper.architekten der Auftrag erteilt, die Baugenehmigungsunterlagen zu erarbeiten.
Aktuell haben nur 34 der 55 Jungen und Mädchen in der knapp 25 Jahre alten Kindenheimer Einrichtung die Möglichkeit, für mindestens sieben Stunden am Stück betreut zu werden. Mit anderen Worten: Für 21 Kinder kann momentan der Rechtsanspruch auf einen durchgehenden Aufenthalt in der Kita nicht erfüllt werden. Hauptgrund dafür ist, dass bei den örtlichen Gegebenheiten nicht alle Winzlinge mit einem Mittagessen versorgt werden können. 2021 hatte deshalb der Kindenheimer Rat den Grundsatzbeschluss gefasst, das Gebäude zu vergrößern.
Antrag auf vorzeitigen Beginn soll gestellt werden
Herzstück des Anbaus wird eine moderne Küche sein, über die alle betreuten Kinder warme Mahlzeiten erhalten können. Es soll außerdem einen Mehrzweckraum mit Lager geben und einer der beiden vorhandenen Gruppenräume bekommt noch ein Nebenzimmer. Darüber hinaus ist ein Sozialraum für die Mitarbeiter vorgesehen. Auch weitere Toiletten werden geschaffen. Das Ganze soll in massiver Holzständerbauweise in Richtung Westen entlang der Neugasse erfolgen.
Den Planungen von Architektin Jennifer Bessai wurde bereits im März 2023 zugestimmt – einschließlich einer energetischen Sanierung des Bestands. „Nach einer ersten groben Schätzung wird das Gesamtprojekt rund 1,4 Millionen Euro kosten“, informierte Bürgermeister Albrecht Wiegner (FWG) nun.
Laut Verwaltung sind frühzeitig Förderanträge auf den Weg gebracht worden: zum einen beim Landkreis Bad Dürkheim auf eine „Zuwendung zu den Personal- und Baukosten von Kindertageseinrichtungen“, zum anderen auf einen Zuschuss über das Mainzer Bildungsministerium. Bis dato liegen der Verbandsgemeinde Leiningerland bislang allerdings noch keine Bewilligungsbescheide vor.
Start der Bauphase ist noch unklar
Normalerweise darf ein Projekt so lange nicht in Angriff genommen werden, bis Fördermittel zugesagt worden sind. Um in dieser Sache jedoch nicht noch mehr Zeit zu verlieren, wurde nun vorgeschlagen, einen vorzeitigen Maßnahmebeginn zu beantragen. Dafür müssen die Unterlagen für die Baugenehmigung erstellt und eingereicht werden. Den Zuschlag erhielt Bessai nach einem einstimmigen Beschluss in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.
Wann die Bagger anrücken können, ist noch unklar. Aufgrund der Bauflaute werden Genehmigungen im Moment aber schneller bearbeitet, wodurch es bereits in diesem Sommer so weit sein könnte. Darauf will Wiegner vorbereitet sein. „Wir werden noch vor dem 1. März die Bepflanzung, die dem Anbau im Wege steht, beseitigen“, kündigte er an und räumte ein: „Das tut schon ein bisschen weh, ältere, gut gedeihende Bäume wie die Kirsche dort, zu fällen.“ Aber wenn abgewartet würde, dürfe vor dem 1. Oktober keine Vegetation mehr entfernt werden und es käme deshalb womöglich zu Verzögerungen beim Bau.