Grünstadt Kein Kleidercontainer für Kolping

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Eine längere Debatte über das Für und Wider von Wertstoffcontainern hat im Ortsgemeinderat Battenberg die Anfrage der Kolpingfamilie Grünstadt ausgelöst. Die katholische Organisation hätte gern einen Behälter für die Sammlung von Altkleidern auf dem Platz aufgestellt, wo bis vor kurzem ein illegaler Container gestanden hatte (wir berichteten). Mehrheitlich wurde das Ansinnen aber abgelehnt.

„Ich bin grundsätzlich gegen solche Container“, sagte Werner Herstein. Battenberg habe rund 180 Haushalte, von denen fünf Sechstel nur aus ein bis zwei Personen bestünden. Container seien bei dieser Einwohnerstruktur Luxus, und um sie herum liege immer viel Unrat, der das Ortsbild verschandele. Wertstoffe könnten in Nachbarorten abgegeben werden, Glas und Altpapier würden an der Haustür abgeholt, argumentierte er. Da die Verpackungen durch den Onlinehandel immer größer werden und ihre Anzahl enorm steige, reiche die blaue Tonne nicht mehr aus, entgegnete Bürgermeister Wolfgang Pahlke. „Wir müssen eine Lösung für den Müll drumherum finden, aber die Container werden stark genutzt“, meinte Julian Schraut. Oft auch von Auswärtigen, warf die Beigeordnete Kym Schober ein. Sie zeigte sich überzeugt: „Wir werden das Problem der Verschmutzung niemals in den Griff kriegen.“ Pahlke erklärte, dass sich die Situation schon verbessert habe, nachdem er zweimal entsprechende Hinweise ins Amtsblatt gesetzt habe. „An dem Kleidercontainer hat uns doch nur gestört, dass nicht nachvollziehbar war, was mit der Sammlung geschieht“, sagte Beatrice Harten. „Die Kolpingfamilie könnte man schon unterstützen“, sprach sich Pahlke zusammen mit Harten und Schraut dafür aus, den Grünstadtern den freigewordenen Stellplatz zu überlassen. Die sechs anderen Ratsmitglieder stimmten allerdings dagegen. Einigkeit herrschte im Gremium, als es um die Zustimmung zur einheitlichen Bewirtschaftung der Wälder der Mitgliedsgemeinden im neuen Forstzweckverband Jerusalemsberg-Leiningerwald ging. Nach dem ermittelten Verteilungsschlüssel wird Battenberg über die zehnjährige Laufzeit des Forsteinrichtungswerkes mit gut 252.000 Euro an Holzerlösen rechnen dürfen. Vom Gesamtertrag in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro fließen der Kommune 4,36 Prozent zu, an den aufsummierten Kosten von 3,6 Millionen Euro wird sie jedoch nur mit vier Prozent beteiligt. Auf die Nachfrage von Erhard Schwalb erläuterten Jürgen Huber von der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land und Revierleiterin Isabelle Behret, dass die Differenz der Anteile vor allem mit dem Baumbestand und dessen Pflegeaufwand zu begründen sei. |abf

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