Grünstadt Kaum Parkplätze möglich

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Interessante Informationen zur Überlegung, den verkehrsberuhigten Bereich im Baugebiet Hinterhausen in eine Tempo-30-Zone zu verwandeln, hatte Bürgermeister Wolfgang Pahlke zur Gemeinderatssitzung am Dienstag mitgebracht. Unter anderem sei nach einer genauen Prüfung lediglich das Markieren von maximal fünf Parkplätzen möglich. Innerhalb einer Woche soll der im August angedachte Fragebogen an die Anlieger ausgeteilt werden.

Das Votum der Anwohner gebe zwar ein Stimmungsbild, sei aber nicht verbindlich für die Entscheidung des Dorfparlaments, betonte der Ortschef. Vor einigen Jahren war nach einer Begehung der Straßen Am Hipperling und Steinbrunner Weg ein Plan mit zehn Pkw-Stellflächen erstellt worden. Durch das Markieren sollte das „wilde Parken“ in der verkehrsberuhigten Zone geordnet werden. Der Plan sei jetzt vom VG-Ordnungsamt geprüft worden, erzählte Pahlke. Das Ergebnis: Aus unterschiedlichen Gründen sei das Anlegen von acht der zehn Parkplätze entweder unmöglich oder zumindest bedenklich. Der Bürgermeister zeigte sich optimistisch und meinte, dass durch Verschieben der einen oder anderen Markierung wohl bis zu fünf Stellflächen eingerichtet werden könnten. Allerdings würden die Kosten dafür auf die Bürger umgelegt werden. Beigeordnete Kym Schober sagte, es sei für sie unbegreiflich, weshalb überhaupt seit Jahren über Stellflächen in Hinterhausen diskutiert werde. Schließlich habe jeder Anwohner die Möglichkeit, sein Fahrzeug auf dem eigenen Grundstück abzustellen. Nach eigener Zählung sei sie auf 207 Parkplätze für die 46 Anwesen gekommen. Pahlke entgegnete, dass es darum gehe, endlich eine rechtlich einwandfreie Situation zu schaffen. Zur Idee, die Grüninseln in Nutzflächen umzuwidmen, auf denen dann auch mal das eine oder andere Auto stehen könnte, frage die Verwaltung derzeit beim Gemeinde- und Städtebund an. Eine Einbahnstraßenregelung sei laut Ordnungsamt nicht möglich. Inwieweit die Lärmbelastung in einer 30er-Zone höher ist als bei der gegenwärtig gültigen Höchstgeschwindigkeit von sieben Kilometer pro Stunde, könne er nicht sagen. „Ich habe keine Gutachten gefunden, die sich mit diesem Fall beschäftigen.“ Auch über einen möglichen Werteverlust von Immobilien könne er nichts Konkreteres sagen. Wolfgang Fritz und Schober hoben hervor, dass in einer verkehrsberuhigten Zone der Mensch Vorrang habe, in einer Tempo-30-Straße aber das Fahrzeug. Wenn die Verkehrsregelung geändert werden soll, müsste der Bebauungsplan modifiziert werden, meinte Werner Herstein. Das würde Kosten verursachen, die von der Allgemeinheit zu tragen wären. Und wer im Steinbrunner Weg und Am Hipperling sein Eigenheim im Vertrauen auf einen verkehrsberuhigten Bereich errichtet hat, könnte einen Planungsschaden geltend machen, warnte er. Man einigte sich darauf, die wesentlichen Pro- und Kontra-Punkte dem Fragebogen als Info beizulegen. Adressaten sollten laut Pahlke alle volljährigen Anlieger in Hinterhausen sein. Schober will auch schon die 16- und 17-Jährigen einbeziehen. Auf den Einwand von Erhard Schwalb, der Fragebogen müsste allen Battenbergern zugehen, weil sie eventuell an Kosten beteiligt würden, sagte der Bürgermeister: „Der Rat trifft die Entscheidung. Wir können nicht sämtliche Einwohner befragen.“ (abf)

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