Hallenhockey
Jubel und Tränen bei süddeutschen U14-Meisterschaften in Grünstadt
Bei der TSG Heilbronn kullerte die eine oder andere Träne. In einem packenden Penaltyschießen hatte die TSG gerade gegen den Münchner SC verloren und damit Platz drei bei den süddeutschen Meisterschaften und das letzte Ticket für die deutschen Meisterschaften knapp verpasst. Drei Schützen stehen beim Hallenhockey erstmal pro Team bereit, um eine Entscheidung herbeizuführen. Heilbronn und München brauchten insgesamt 18 Schützen, bis der MSC als Sieger feststand.
Süddeutscher Meister wurde der SC Frankfurt 1880. Die Hessen triumphierten knapp mit 2:1 über den HC Ludwigsburg. Beide waren sich schon in der Gruppenphase begegnet, allerdings in Speyer. Auch hier hatte der SC die Oberhand behalten.
Neben dem VfR Grünstadt war auch der HC Speyer Ausrichter der süddeutschen Meisterschaften. Gespielt wurde in zwei Hallen in Speyer und Grünstadt. Obwohl der VfR keine eigenen Mannschaft stellte, präsentierte er sich nach eigener Aussage als guter Gastgeber: Rund 30 Helfer der Hockeyabteilung waren zwei Tage lang in der Herbert-Gustavus-Halle im Einsatz, um die teilnehmenden Mannschaften zu versorgen. Dabei mussten die Freiwilligen mitunter improvisieren. Der Konditionsraum der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule wurde kurzerhand zur Küche umgebaut, in der Pasta mit verschiedenen Soßen gekocht wurde. Dazu gab es zahlreiche selbst gebackene Kuchen und geschmierte Brötchen, die sich der Hockey-Nachwuchs schmecken ließ.
Nichts zu holen für Pfälzer Vertreter
Am ersten Tag wurde in Speyer wie in Grünstadt eine Gruppenphase mit je vier Mannschaften gespielt. Neben Heilbronn und München traten Lokalmatador TFC Ludwigshafen und der Rüsselsheimer RK in Grünstadt an. Diese vier Teams spielten zwei der vier Halbfinalisten unter sich aus. In Speyer wurden parallel die beiden anderen Teilnehmer am Semifinale ermittelt.
Der TFC Ludwigshafen verlor 0:10 gegen Heilbronn. Auch in den beiden anderen Spielen gab es für die Pfälzer nichts zu holen. Höhepunkt des ersten Tags war die letzte Partie des Münchner SC gegen Heilbronn. Eine Niederlage hätte das Aus für die Bayern bedeutet. Doch der MSC berappelte sich und besiegten die TSG mit 3:1. Beide Mannschaften sollten am folgenden Tag für das packende Penaltyschießen sorgen.
Ziel: Feldmeisterschaft mit neuem Kunstrasen
Doch bis es dazu kam, standen zunächst die Halbfinalspiele auf dem Plan. Aus der Gruppe, die in Speyer gespielt hatte, komplettierten die späteren Finalisten HC Ludwigsburg und der SC Frankfurt 1880 das Teilnehmerfeld in Grünstadt. In der Vorschlussrunde setzte sich Frankfurt gegen Heilbronn (3:0) und Ludwigsburg gegen München (3:2) durch.
Ausrichter VfR Grünstadt war mit dem Wochenende sehr glücklich, wie Jugendleiter Alfred Baum berichtet: „Wir haben alles reibungslos über die Bühne gebracht, und alle Gäste waren zufrieden.“ Ob sich der VfR im kommenden Jahr wieder für eine Ausrichtung einer Meisterschaft in der Halle bewirbt, ist nach Vereinsangaben offen. Geplant sei, eine deutsche Meisterschaft im Feld zu veranstalten, sobald der neue Grünstadter Kunstrasenplatz gebaut ist.