Grünstadt und Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Im Leiningerland wird der Eckbach an zwei Stellen renaturiert

Ein natürliches Flussbett ist das Ziel.
Ein natürliches Flussbett ist das Ziel.

Mit zwei Renaturierungen am Eckbach hat sich der Bau-, Energie- und Umweltausschuss der Verbandsgemeinde Leiningerland am Donnerstagabend befasst. Beide Projekte wurden einstimmig dem Rat zum Beschluss empfohlen.

In Altleiningen sollen in Höhe des Bahnhofsplatzes der Oberlauf des Eckbaches und der Märzweiherbach zusammengelegt werden. Landschaftsarchitekt Andreas Valentin aus Ebertsheim, der mit der Planung beauftragt ist, erläuterte die Details. Da auf einer kurzen Strecke ein Höhenunterschied von 70 Zentimetern zu überwinden ist, wird die Verbindung der beiden Flüsschen in Mäandern angelegt. Ob es durch diese Schikane bei Starkregenereignissen nicht zu einer Überschwemmung des Geländes kommen könne, auf dem die Errichtung des Cafés geplant ist, wollte der Beigeordnete Johannes Peter Schwalb (CDU) wissen. Valentin verneinte: „Der Rückstau wird eher im Eckbach entstehen.“

20-Röhrenbrunnen speist Wasserspielbereich

Der Wasserspielbereich an der Kita „Schatzinsel“ soll über ein 15 Meter langes Rohr aus dem 20-Röhrenbrunnen gespeist werden. Das begründete der Planer auf Nachfrage von Sabine Kutschke (CDU) so: „Der Eckbach führte in den vergangenen zwei Jahren zu wenig Wasser und wir wollen den erlebnispädagogischen Spielbereich sichern.“ Angedacht sei auch ein attraktiver Aufenthaltsbereich für Jugendliche am Fluss. Zu den Gesamtkosten der Renaturierung von 470.000 Euro ist ein 90-prozentiger Landeszuschuss aus der Aktion blau genehmigt, wie Beigeordneter Karl Meister (FWG), der die Sitzung leitete, berichtete.

Erste Planungen vor rund 20 Jahren

Ebenfalls mit einer Förderung in Höhe von 90 Prozent wird für die naturnahe Umgestaltung des Eckbaches zwischen Laumersheim und Dirmstein gerechnet. Der Antrag auf Zuwendung wurde eingereicht. Insgesamt schlägt dieses Vorhaben nach gegenwärtiger Schätzung mit 1,31 Millionen Euro zu Buche. „Bei diesem Projekt geht es unter anderem darum, die Durchlässigkeit des Gewässers für Fische wiederherzustellen“, erläuterte Valentin. Erste Entwürfe zu der Renaturierung gab es schon zu Beginn dieses Jahrtausends.

„Zu Verzögerungen kam es vor allem durch den überraschenden Tod des damit betrauten Planers“, erinnerte Meister. Bei Laumersheim liegt das Gefälle des Eckbaches, wo auch ein Wassererlebnisbereich für Kinder entstehen soll, nach den Ausführungen von Valentin „im Promillebereich“, sodass dort künstlich für einen Höhenunterschied gesorgt werden müsse, um die Fließgeschwindigkeit ein wenig zu steigern.

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