Grünstadt Im Klassiker durch die Pfalz

Ein Klassiker in Orange: Doris und Hans-Georg Balbachs Peugeot 203 C aus dem Jahr 1956.
Ein Klassiker in Orange: Doris und Hans-Georg Balbachs Peugeot 203 C aus dem Jahr 1956.

Zur elften Oldtimer-Fahrt „Goldener Hut“ lädt der Motorsport- und Automobil Club (MAC) Schifferstadt für Samstag, 4. August, ein. Die Fahne zum Vorstart fällt um 10 Uhr am Parkplatz vor der Waldfesthalle. Der offizielle Startschuss fällt fünf Minuten später am Schillerplatz. Von dort aus beginnt die Fahrt der 125 Teilnehmer durch die Pfalz.

Ein Chevrolet AC aus dem Jahr 1928 wird der älteste Wagen sein, der am Samstag in Schifferstadt bei der großen Oldtimerfahrt startet. Gesteuert wird es von MAC-Mitglied Jürgen Hauck. Aber auch die anderen Old- und Youngtimer des Starterfelds können sich sehen lassen: Darunter sind noch ein paar ganz alte Schätzchen: ein 1931 Chevrolet, ein MG TA von 1936, ein Ford Model A von 1931 oder auch ein Adler Trumpf Junior von 1936. Aber auch etwas jüngere Oldtimer-Modelle gehen auf Tour. Die etwas windschnittig-sportlichen Modelle vom Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre wie der Ford Capri 1 zum Beispiel – oder der Opel GT/J und der Renault Alpine A310. Oder auch die britischen wie Austin Healey – oder jene, daran angelehnten wie der VW Karmann Ghia. Aber auch der deutsche Kult-Klassiker, der VW Käfer wird durch die Stadt rollen. Den offiziellen Startschuss geben Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) und Rettichkönig Lukas I. um kurz nach 10 Uhr auf dem Schillerplatz. Danach starten die Wagen im Minutentakt. „Die 1150-Jahrfeier der Stadt Schifferstadt war die Grundlage für diese Entscheidung, mit der wir das Stadtjubiläum bereichern wollen“, teilt MAC-Vorsitzender Hans Schwind mit. Da der Termin der Oldtimerfahrt in den vergangenen Jahren immer etwa Mitte August lag, sei es für die Initiatoren eine Selbstverständlichkeit gewesen, die Rallye auf den von der Stadt geplanten Festtag zu legen. Zudem treffe die Oldtimerfahrt „Goldener Hut“ auch beim Ziel der Stadtverwaltung ins Schwarze, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. Schwind ist sich sicher, dass durch die Oldtimer zahlreiche Zuschauer in die Innenstadt gelockt werden – wovon auch die Schausteller des Mittelaltermarkts profitieren dürften. „Natürlich ist uns als Veranstalter klar, dass hierdurch logistisch einiges an Mehraufwand auf uns zukommt“, sagt Schwind. Insgesamt werden diesmal rund 40 Helfer im Einsatz sein. „Wir werden im Stadtzentrum einige Streckenposten einteilen, um den normalen Verkehr flüssig zu halten und ein Verkehrschaos zu vermeiden.“ Denn die Wagen fahren durch die Haupt- und Bahnhofstraße in die Kirchenstraße, um dann über die Raiffeisenstraße auf den Schillerplatz zu kommen. Dort wartet auch schon die erste Aufgabe auf die Teams, bevor sie durchs Starttor zur großen Pfalztour aufbrechen dürfen. Streckensprecher Stefan Gütter wird sowohl Wagen als auch Fahrer vorstellen. Schwind rechnet mit gut anderthalb Stunden Startprogramm in der Innenstadt. Ähnlich, sagt er, dürfte es bei der Fahrt durch die Grünstadter Fußgängerzone werden. Wie berichtet, werden um 11.15 Uhr die ersten Fahrzeuge an der Martinskirche erwartet. In der Mitte der Fußgängerzone übernehmen Wolfgang Knobloch und Patrick Poss. Das sei ein besonderes Anliegen des Wirtschaftsforums Grünstadt gewesen, das den Schifferstadter Verein tatkräftig unterstützt. Die Autos aus der Nähe betrachten und mit den Fahrern plaudern, können Interessierte bereits von etwa 8.30 Uhr bis 10 Uhr und nach der Zieleinfahrt auf dem Parkplatz an der Schifferstadter Waldfesthalle, dem Rallyezentrum. „Die Fahrer sind aufgeschlossen und beantworten gerne Fragen“, weiß Schwind aus Erfahrung. Die kommen übrigens nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Dresden, Heidelberg, Essen oder aus dem weiteren Odenwald. Das Oldtimerfeld sei mit 125 Startern seit Wochen ausgebucht und auf der Nachrückerliste stehen zehn weitere. „Die Nachfrage nach den Startplätzen war wieder größer als die vorhandene Anzahl“, berichtet der Vorsitzende. Er rechnet damit, dass die ersten Teams gegen 15.30 Uhr im Ziel an der Waldfesthalle ankommen werden. Etwa eine Stunde nachdem das letzte Fahrzeug da ist, wird die Siegerehrung der Pokalfahrer stattfinden. Denn bei dieser Fahrt müssen die Teilnehmer fünf Aufgaben absolvieren.

Ganz schön alt, aber flott unterwegs: Karin und Oliver Eschelbachers Ford A Sedan, Baujahr 1930.
Ganz schön alt, aber flott unterwegs: Karin und Oliver Eschelbachers Ford A Sedan, Baujahr 1930.
x